Aktuelle Feste im Jahreskreis des Heils
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VOR - ÖSTERLICHE ZEIT
"Fastenregeln" / FASTEN / Fasten ?  nach dem Hl. JOHANNES (Chrisostomos)
GEBET des Hl. EPHRAIM des SYRERS
/Kanon der Umkehr unseres Vaters unter d.Heiligen ANDREAS v. KRETA
ir, Lebensspender, das Tor
"
Die Tueren zur Umkehr, oeffne mir, Lebensspender    ! ..."
~~~ Bulgar. Patriarch NEOPHYT aus Sv. NEDELYA, SOFIA, BG
zum histor. Link- 
~~~ Komponist: Artemij WEDEL /// Interpretation: F.TSCHALJAPIN mit Chor der Russischen Orthodoxen Kathedrale Paris 1932 ~~~

zur Link-Quelle: "http://www.musicarussica.com"


Vorbereitende Sonntage | Vorfastenzeit |
 Vorbereitender Sonntag von der KANAANÄERIN  


1. Sonntag der VOR-Fastenzeit vom ZÖLLNER und PHARISÄER  Митаря и Фарисея 25.2.2024
2. Sonntag der VOR-Fastenzeit vom VERLORENEN SOHN Блудния син 3.3.2024
3. Sonntag der VOR-Fastenzeit FLEISCHENTSAGUNG !   vom GERICHT Месни заговезни 10.3.2024
4. Sonntag der VOR-Fastenzeit BUTTERENTSAGUNG !   vom VERLUST des PARADIESES   VERGEBUNGSSONNTAG
Сирни заговезни (Прощална неделя) 17.3.2024


F A S T E N Z E I T
1. Sonntag der Fastenzeit: Fest der ORTHODOXIE
Неделя Православна
 24.3.2024
2. Sonntag der Fastenzeit: Hl. GREGOR Palamas св. Григорий Палама 31.3.2024
3. Sonntag der Fastenzeit: KREUZVEREHRUNG Неделя Кръстопоклонна 7.4.2024
4. Sonntag der Fastenzeit: Hl. JOHANNES von der Himmelsleiter
св. преподобни Йоан Лествичник 14.4.2024
5. Sonntag der Fastenzeit: Hl. MARIA von Aegypten
св. Мария Египетска
 21.4.2024


HOHER  Samstag  4./5.5. 2024

STRAHLENDE  AUFERSTEHUNG  -  PAS 'CHA  -  FEST der FESTE






Vorbereitende Sonntage | Vorfastenzeit |
 Vorbereitemder Sonntag von der KANAANÄERIN   
Vorbereitender Sonntag vom ZACHÄUS 


Sonntag von der KANAANÄERIN
Apostel: 2 Kor. 6: 16 - 7: 1

Evangelium: Mt 15: 21-28

Zur Vorbereitung auf die kommenden Fasten zeigt uns die Kirche an diesem Sonntag den starken Glauben der Kanaanäerin.

Viele Menschen kommen auf der Suche nach Linderung und Befreiung von ihren Leiden zu Christus. Der Fall der kanaanäischen Frau ist aber doch besonders für uns als Vorbild geeignet. Eine Frau, die als Heidin gilt, weil sie nicht den Glauben des Volkes Israels bekennt, wie viele unter uns,die auch nicht in Allem dem Glauben der Kirche folgen- zeigt doch unerschütterlichen Glauben an den Gottessohn.
Das Evangelium empfiehlt uns  eine Glaubenserfahrung als Zugehörigkeit zur Person des Gottessohns. Trotz der offensichtlichen Hindernisse, die Christus ihr in den Weg stellt, besteht sie weiterhin darauf, daß Er ihr helfen wird.


Dies ist der Weg, den das Evangelium jedem von uns aufzeigt. Der Glaube dieser Frau hat nichts mit Routine oder der Mittelmäßigkeit unseres „Alltagsglaubens“ zu tun.
Es ist ein lebendiger Glaube, der bettelt. Es ist ein energischer Glaube, der von Jesus Christus selbst geprüft wurde. Es ist ein Glaube an Christus, der wirklich bewegt. Es ist ein Glaube, der mit seinen kulturellen und religiösen Traditionen bricht.
Der Glaube der Kanaanäerin hat nichts mit einem schwachen, legalistischen Glauben zu tun.
Der Glaube bringt immer Früchte hervor. Aber die Früchte entstehen, wenn es eine wahre Umkehr gibt. Um nicht mehr auf uns selbst zu schauen, sondern auf Gott.


Dasselbe gilt für uns in unserem Gebet, vor der Gegenwart Christi in Seiner Auferstehung  müssen wir so viele Dinge ändern, die uns von Ihm wegführen.

Dazu brauchen wir die Kraft uneingeschränkter Demut. Ungeahnte Kraft zur Umkehr in der Fastenzeit können auch wir durch diesen demütigen Glauben bekommen.

Lassen wir uns weder von unseren Sünden noch von unserem Elend entmutigen. Schauen wir niemals zurück, das ist es, was der Fürst der Lüge will.

Orientieren wir uns am Beispiel der Heiligen. Die Heiligen sind Menschen, die an die Liebe des Vaters geglaubt, sich vor Christus erniedrigt und ihre Schwächen erkannt haben. Die Heiligen sind Menschen wie wir.

Bitten wir Christus, uns in den kommenden Wochen den GLAUBEN und die DEMUT der kanaanäischen Frau zu schenken.




 

Sonntag vom ZACHÄUS

Apostel: 1 Tim 4: 9-15

Evangelium: Lk 19: 1-10


Heute hören wir die erste Ankündigung, empfangen die erste Einladung das Oster-Mysterium für uns heilbringend mitzuerleben:
Wenn unser Verlangen hinreichend tief und stark ist, wird Christus darauf antworten.
Deshalb müssen wir danach brennen den Gottessohn, den erneuerten perfekten Menschen des Paradieses erkennen zu lernen.
Dazu muss der Durst und der Hunger nach dem Absoluten in uns steigen, und durch Ihn die wahrhaftige Erkenntnis in uns selbst
.



Das brennende Verlangen
(zum Sonntag des Zachäus)

Lange vor dem eigentlichen Beginn der Fastenzeit kündigt die Kirche ihr Nahen an und lädt uns ein, in die Periode einer der Fastenzeit vorhergehenden Vorbereitung einzutreten. Es ist ein charakteristischer Zug der Orthodoxen liturgischen Tradition, dass jedes Hochfest oder jeder liturgische Zeitabschnitt - Ostern, Weihnachten, Fastenzeit etc. - angekündigt und im voraus »vorbereitet« wird. Warum? Weil die Kirche ein tiefes psychologisches Gespür für die menschliche Natur hat. Da sie unsere mangelnde Konzentrationsfähigkeit und den erschreckenden Hang zur »Weltlichkeit« unseres Lebens kennt, weiß sie um unsere Unfähigkeit zu einem raschen Wandel, zu einem unvermittelten Hinüberwechseln von einem geistlichen oder geistigen Zustand in einen anderen. Deshalb lenkt die Kirche bereits lange vor dem Beginn des der Fastenzeit eigenen Bemühens unsere Aufmerksamkeit auf die ernsthafte Bedeutung dieser Zeit und lädt uns ein, deren Sinn betrachtend zu bedenken. Vor dem praktischen Vollzug der Fastenzeit wird uns deren Bedeutung gegeben.


Diese Vorbereitung umfasst fünf aufeinander folgende Sonntage, die der Fastenzeit vorangehen, und von denen jeder - durch sein eigenes Evangelium - einem grundsätzlichen Gesichtspunkt der Reue gewidmet ist.


Der aller erste Hinweis auf die Fastenzeit erfolgt an dem Sonntag, an dem das Evangelium über Zachäus (Lk 19,1-10) gelesen wird. Es ist der Bericht über einen Menschen, der zu klein ist, um Jesus sehen zu können, der aber so sehr von dem Wunsch beseelt ist, ihn zu sehen, dass er auf einen Baum steigt. Wegen seines brennenden Verlangens wendet Christus sich ihm zu und kehrt bei ihm ein. So ist das Thema dieser ersten Ankündigung das brennende Verlangen. Der Mensch folgt seinem brennenden Verlangen. Man kann sogar sagen, dass der Mensch Verlangen ist, und diese grundlegende psychologische Wahrheit über die menschliche Natur wird durch das Evangelium bestätigt: »Da, wo dein Schatz ist, wird auch dein Herz sein« (Mt 6,21; Lk 12,34), sagt Christus. Ein heißes Verlangen überwindet die natürlichen Grenzen des Menschen; wenn er leidenschaftlich etwas wünscht, kann er Leistungen vollbringen, zu denen er »normalerweise« nicht fähig ist. Obwohl »klein« von Gestalt, wächst er über sich hinaus und übertrifft sich selbst. Die einzige Frage ist also, ob es die wahren Güter sind, die wir begehren, und ob die Stärke unseres Verlangens auf das wahre Ziel ausgerichtet ist oder ob, um die Formulierung des atheistischen Existentialisten Jean-Paul Sartre zu gebrauchen, der Mensch eine »unnütze Leidenschaft« ist.


Zachäus wünschte »eine gerechte Sache«, er wollte Christus sehen und näher an ihn herankommen. Es ist das erste Symbol des Sich-Bekehrens, denn das Sich-Bekehren beginnt mit der Wiederentdeckung der tiefgründigen Natur allen Verlangens: das Verlangen nach Gott und Seiner Gerechtigkeit, das Verlangen nach dem wahren Leben. Zachäus ist »klein«, - unscheinbar, ein Sünder, ein Mensch mit begrenzten Möglichkeiten - aber trotzdem wächst sein Verlangen über all dies hinaus. Er »erzwingt« die Aufmerksamkeit von Christus, er nimmt Christus mit zu sich nach Hause.

Das ist also die erste Ankündigung, die erste Einladung: wir müssen begehren, was das Tiefste und Wahrhaftigste in uns selbst ist, den Durst und den Hunger nach dem Absoluten in uns wiedererkennen, das, ob wir es nun kennen oder nicht, uns mit einer wahrlich »unnützen Leidenschaft« behaftet sein ließe, wenn wir uns von ihm abwenden und unsere Wünsche anderswohin lenken würden. Und wenn unser Verlangen hinreichend tief und stark ist, wird Christus darauf antworten.


aus: Schmemann, Alexander
, GREAT LENT
. Journey to Pascha, St. Vladimir´s Seminary Press, Crestwood, New York 1969
Die Große Fastenzeit, Askese und Liturgie in der Orthodoxen Kirche, (aus dem Englischen übersetzt von Elmar Kalthoff)  
Veröffentlichungen des Instituts für Orthodoxe Theologie der Universität München, Bd. 2 1994, S. 15f.


 







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