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1.September (14.9.)
B E G I N N des NEUEN KIRCHENJAHRES
Indiktou / Zrkovn. Nov. God. / Inceperea Anului Bisericesc|
8.September (21.9.) GEBURT der Allerheiligsten Gottesgebaererin und steten Jungfrau Maria
Geneth. / Roshd. Presw. Bogor. / Nasterea Sfintei Fecioare|
14.September (27.9.) ERHÖHUNG des Allehrwürdigen und Lebenspendenden KREUZES
IPSOSIS tou timion zoopoidon STAVROU, VSDVISH. SV. KRST. GOSPOD., INALTAREA Sfintei CRUCI|
1.Oktober (14.10.) 28.Oktober(GR) SCHUTZFEST der Allerheiligsten Gottesgebaererin und steten Jungfrau Maria
Pokrov / Acoperamantul |
19.Oktober (1.11.) Hl. JOHANNES von R I L A, Himmlischer Füsprecher von Bulgarien,
Mönchsvater des Balkans |
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Die vormals Unfruchtbare gebiert heute den Vorlaeufer Christi. Dieser aber ist die Fuelle aller Weissagung: Er wurde von den Propheten vorhergesagt, er, der im Jordan durch Handauflegung bezeugte die Erscheinung des Wortes Gottes, er, der Prophet, Verkuender und Vorlaeufer ist. |
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Ihr Erste unter den Aposteln und Lehrer des Erdkreises, bittet den Gebieter des Alls, für die Welt um Frieden und für unsere Seelen um die große Milde. Gesegnet bist Du, Christus unser Gott der Du zu Allweisen die Fischer gemacht hast, indem Du ihnen sandtest den Heiligen Geist, und durch sie den Erdkreis eingefangen hast. Menschenliebender, Ehre Dir ! |
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Hl.JOHANNES CHRYSOSTOMUS: Auftrag an die Jünger
Ohne apostolische Werte: Werte-Probleme unserer Zeit
PLURALITÄT ist nicht erst ein Schlagwort unserer Zeit.

Wie auf
der Ikone des Konzils dargestellt, wird das Kollegium der Bischöfe durch die vielgestaltigen Kirchenväter ergänzt, die nicht Bischöfe sind. Stellvertretend für sie sind auf der Ikone unter anderem der Hofgelehrte des Kalifen von Damaskus mit Turban - unser Heiliger Hymnograph Johannes von Damaskus und mit dem Korb als Kopfbedeckung und der feurigen Rede der Heilige Spyridon, der wortgewaltige Verteidiger des orthodoxen Glaubens zu erkennen.
Dass Pluralität auch bedeuten kann, dass ein einzelner Mensch eine solche Fülle nicht mehr fassen kann, mag uns das Beispiel des Kaisers, des weltlichen Herrschers der damaligen Oekumene zeigen, der sichtbar überfordert in der Mitte der Ikone zu erkennen ist.
Beachtet mir auch, was für Menschen das waren, die diese strengen
und schweren Gebote zu hören bekamen: Arme und einfache Männer,
die nicht schreiben und lesen konnten, die nirgendwo bekannt waren, die
sich nie mit den Gesetzen der Welt befassten, die sich vielleicht nicht
mal in öffentlichen Versammlungen hervortaten, Fischer und Zöllner,
mit tausenderlei Armseligkeiten behaftet.
Wenn aber ein solcher Auftrag
schon die hohen und großen Leute verwirren kann, wie sollte er
nicht jene niederschmettern und erschrecken, die völlig unerfahren
waren und nie und nimmer von Amt und Würde geträumt hatten? ...
Was für ein Trost hatten sie bei alldem denn?
Die Macht dessen, der sie aussandte!
Deshalb hat auch der Herr in seiner Rede allem anderen dies
vorangestellt: »Seht, ich sende euch!«
Das genüge zu eurer Beruhigung, das genüge zu eurer Ermutigung, damit ihr ohne
Furcht seid vor denen, die euch anfeinden.
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ELIAS, den Thesbiter, hast Du, Barmherziger, von der Erde hinweggenommen, auf dem Feuerwagen, o Logos Auf seine Bitten errette uns, die wir gläubig Dich lobpreisen und in Freude begehen sein gotterfülltes und ehrwürdiges Gedächtnis. |
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Prophet ELIJA in der Ikonenmalerei
Nicht im Beben der Erde,
sondern im linden Hauche,
hast du geschaut das Kommen Gottes, gottseligster ELIAS,
das einstens dich hat erleuchtet.
Auf dem Wagen aber bist du vierspännig einhergefahren
und hast den Himmel durchquert
auf ungekannte Weise.
Gottbegeisterter, mit Staunen betrachtet.
Der Hl. ELIAS (eli-JA: " Mein Gott ist JAHWE )" war ein mutiger Kämpfer für den Glauben an JAHWE, den einen wahren Gott.
Er wird auch Thesbiter genannt, weil er aus Tischbe in Gilead kam, einem rauhen Bergland im heutigen Ostjordanland beidseits des Flusses Jabbok.
Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. zur Zeit des Königs Ahab (871 - 852 v.Chr.).
Von seinem Leben und Kampf gegen den " Baalkult " berichten uns die Bücher der Könige des Alten Testaments. König Ahab hatte, unter dem Einfluss seiner heidnischen Frau, in der Hauptstadt Samarias einen Baalstempel errichten lassen und war vom Glauben an den einen Gott der Väter abgefallen. Der Hl. Prophet ELIAS kündigte dem König eine grosse Dürre als Strafe Gottes an und kämpfte sein ganzes Leben lang für den einen Gott des Volkes Gottes und mit Gottes Hilfe gegen die vom Glauben abgefallenen Machthaber und falsche Propheten des Heidentums. Mehrmals auf der Flucht vor der Staatsmacht, wurde er immer wieder vom Herrn bestärkt, von Raben und später sogar von Engeln des Herrn versorgt.
Dieses mutige Auftreten gegenüber den Mächtigen und Gottes an ihm erwiesene Fürsorge machte den Heiligen ELIAS zu einem in allen orthodoxen Völkern sehr verehrten Volksheiligen.
Am Jordan gebietet der Hl. Elias, wie Moses in Gottes Namen dem Wasser, ein Zeichen, dessen wir orthodoxe Christen auch heute bei jeder grossen Wasserweihe gedenken. Am Ende seines Lebens sandte ihm Gott einen feuriger Wagen, von feurigen Rossen gezogen und der Hl. ELIAS fuhr im Wirbelsturm zum Himmel empor.

Auch nach dem Abschluss der patristischen Zeit im engeren Sinne haben immer wieder bedeutende Autoren - vor allem im griechisch-byzantinischen Raum - ihre Aufmerksamkeit dem Tischbiter zugewandt, so beispielsweise Kaiser Leo VI. der Weise (886-912), der nicht genau zu datierende Metropolit Theophanes Protothronos, ein nicht näher identifizierter Mönch Joannes oder der Kämpfer gegen die Pseudo-Union von Florenz und Bischof von Ephesos, der Hl. MARKOS EUGENIKOS (um 1380 - nach 1453), von denen alle - teilweise bis heute nicht editierte - Homilien, Enkomien oder Kommentare zum Hl. ELIJA, dem Tischbiter stammen. Sieben nehmen einen besonderen Platz ein, die von verschiedenen Manuskripten byzantinischer Homiliare als Lesungen für den Festtag des Hl. Elija, den 20. Juli, angegeben werden: je eine dem Hl. JOHANNES von DAMASKOS, dem Hl. EPHRÄM dem SYRER und dem Hl. BASILEIOS von SELEUKIA sowie vier dem Hl. JOANNES CHRYSOSTOMOS zugeschriebene Homilien. Dabei gehen die Autoren nicht nur in ihren theologischen Ausdeutungen von Gestalt und Werk des Propheten über den biblischen Textbefund hinaus, sondern auch in ihren biographischen Angaben zum Hl. ELIJA. Quelle hierfür dürften neben lokalen Überlieferungen auch ausser- oder nachbiblische jüdische Traditionen gewesen sein, die in den Midraschim Aufnahme gefunden haben.
So zur Geburt des Propheten (dem Hl. JOHANNES von DAMASKOS oder dem Hl. EPIPHANIOS von KRETA zugeschrieben, aus dem 11. Jahrhundert):
" Dieser aber, der heilige Mann Gottes, gehörte zum Stamme Aarons und war in Arabien geboren. Im Augenblick seiner Geburt, da er begann hervorzukommen in das Licht, schaute sein Vater weissgekleidete Männer, die ihn in feurige Windeln wickelten und ihm eine Feuerflamme zu essen gaben. Als er dieses den Priestern erzählte, antworteten sie ihm: ´ Das Kind wird gross werden für Gott, wird immer von Licht erfüllt sein, und er wird Israel richten mit dem Schwert und dem Feuer. ´ Und sie nannten ihn den Tischbiter, da Tischbe die Stadt war, die bei der Teilung den Priestern zugefallen war. Dort also lebte er und übte die Tugend von Kindheit an und liess seine Seele durch die brennende Gnade des Geistes einer Flamme ähnlich werden. Niemand konnte bestreiten, dass dieser Mann so machtvoll wurde wie eine Flamme, ein Schwert, das Feuer und das Wasser und all die anderen Wundertaten; für sich konnte er sie erlangen, und anderen konnte er sie senden nach seinem Wohlgefallen. "
In anderen Quellen wird der Vater des Hl. Elija ´Sobak´ genannt, und vor allem die syrische Tradition sieht - ausgehend von dem persischen Weisen Aphrahat (Darlegungen 15,5) - in Elija selbst einen Angehörigen des Priesterstandes. Auch hier dürfte der Ursprung der Überlieferung im Judentum zu suchen sein, wo die Priesterschaft des Propheten von einigen, allerdings nicht von allen rabbinischen Schriften behauptet wird, die ihn als Nachkommen Levis sehen und seine Genealogie auf Lea zurückführen.
Die verschiedenen Ereignisse aus dem Leben des Propheten werden von etlichen Vätern allegorisch bzw. typologisch gedeutet: So sieht man:
- im vertrockneten Bach Kerit einen Hinweis auf das seiner Lebenskraft beraubte Gesetz Israels
- im Gang nach Sarepta den Weg des Evangeliums zu den Heiden
- Elija´s Fortgehen aus Israel als Zeichen der Abkehr Gottes vom jüdischen Volk
Die übergabe des Mantels an Elischa wird als Präfiguration der Ausspendung der Gnade Christi an Seine Jünger interpretiert und
die Teilung des Jordanwassers als ein Hinweis auf die christliche Taufe.
Besonders reiche symbolische Deutung erfahren naturgemäss das Opfer auf dem Karmel, der Aufenthalt auf dem Horeb und die Auffahrt.
Das Opfer auf dem Karmels wird - so beispielsweise von Gregorios von Nyssa in seinem Tauftraktat - als ein Hinweis auf die Taufe verstanden:
Das Feuer ist der lebendigmachende Geist, der die Gottlosen verbrennt und die Gläubigen erleuchtet.
über die Auffahrt in ihrer prophetischen Funktion sagt schon Irenaios von Lyon:
"Auch ELIJA wurde in seiner leiblichen Wesenheit hinweggenommen, prophetisch hinzeigend auf die Himmelfahrt der Geistigen !"
ähnlich vergleichen auch Papst Gregorius der Dialoge und Isidorus die Auffahrt des Propheten mit derjenigen Christi.
Allerdings verweisen auch einige Väter deutlich auf die wesensmässigen Unterschiede beider Auffahrten. So betonen sowohl Joh.Chrysostomos wie Gregorius die grundlegende Differenz:
Während ELIJA nur mit fremder Hilfe emporgeführt wurde, nämlich als "Knecht" mit Hilfe des Wagens, fuhr CHRISTUS aus eigener Kraft und ohne ein entsprechendes Gefährt zum Vater empor.
Auch der am Ende der Zeiten wiederkehrende ELIJA findet gelegentlich bei den Vätern Beachtung. So bemerkt Johannes Chrysostomos in seiner 57. Homilie zum Matthäus-Evangelium - und sicherlich in Kenntnis der eschatologischen Deutung des Propheten durch die rabbinische Literatur - unter Bezugnahme auf die Maleachi-Stelle, dies sei gesagt, "um anzudeuten, dass der Thesbiter vor jener Ankunft, auf welche das Gericht folgt, kommen werde; belehrt uns aber auch zugleich über die Ursache seiner Ankunft. Welches ist diese Ursache ? Er wird kommen, um die Juden zum Glauben an Christum zu bewegen, damit sie nicht bei Seiner Ankunft samt und sonders zugrunde gehen.
...Ebendeshalb spricht auch Malachias auf das Allerbestimmteste, denn er sagt nicht ´er wird das Herz des Sohnes zum Vater wenden´, sondern ´des Vaters zum Sohne´. Weil die Juden die Väter der Apostel waren, so sagt Christus, Elias werde zu den Lehrern ihrer Söhne, d.h. der Apostel, die Herzen der Väter, d.h. des jüdischen Volkes, wenden
...Wenn Er [CHRISTUS] sagt, ELIAS werde kommen und alles wiederherstellen, dann meint Er den Elias selbst und die durch ihn zu bewirkende Bekehrung der Juden"
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27. Juli (9.August) |
Auffindung der Hl.Reliquien Jerusalem - Konstantinopel (428) . Hl. Erstmartyrer und Erzdiakon STEFAN Erster Blutzeuge für den Glauben der Kirche: "...Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen ." Apg 6:5 -7:60 |
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Du wurdest verklärt auf dem Berge, Christus Gott, und zeigtest Deinen Jüngern Deine Herrlichkeit, soweit sie diese zu ertragen vermochten. Lass strahlen auch uns Sündern Dein ewiges Licht, auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Lichtstrahlender Ehre Dir ! |
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Das Hochfest der "Methamorphosis" geht vermutlich auf die Kirchweihe der im 4. Jahrhundert von der Kaiser-Mutter, der Hl. HELENA, gestifteten Kirche auf dem Berg Tabor zurück.
Als Zeichen der Hoffnung auf eine verklärte Schöpfung bringen heute die Gläubigen die gereiften Früchte, die in der Kirche gesegnet und nach dem Gottesdienst grosszügig an alle verteilt werden.
Verklärte Natur: KLOSTER VERKLÄRUNG CHRISTI, BULGARIEN

Das Hochfest der Verklärung weist uns auf Sinn und Ziel unseres Lebens und der ganzen Schöpfung hin und macht uns wie den Aposteln Mut mit diesem Ziel vor Augen auch schmerzhafte, vermeintliche Schicksalsschläge überstehen zu können.
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Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt, im Entschlafen die Welt nicht verlassen, o Gottesgebärerin. Du bist hinübergegangen zum Leben die du bist des Lebens Mutter und durch deine Fürbitten erlösest du vom Tode unsere Seelen. |
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Gedanken zum Fest ...
Ikone und Gebete zum Fest ...
Erzählung zum Fest ...
Dieses Hochfest der Gottesmutter ist für uns Gläubige ein Fest der Überwindung des Todes im Herrn:
Der Tod ist nach seinem Besiegtwerden durch Christus in der Auferstehung nicht einfach aufgehoben. Er gehört vielmehr als Abschluss des irdischen Lebens zur irdischen Wirklichkeitserfahrung der Gläubigen.
Aber er hat nicht mehr das letzte Wort, sondern ist zum Mittel der Vollendung geworden - in der Hand dessen, der über Leben und Tod herrscht.
Das letzte Hochfest des Kirchenjahres wurde zwischen 588 und 602 im byzantinischen Reich allgemein verbreitet. Es ist das Kirchweihfest der bis heute erhaltenen unterirdischen Kirche im Tal Josaphat in Jerusalem.
Das "Grabtuch" mit der Darstellung der Gottesmutter wird von der Mitte der Kirche nach einer Prozession rund um die Kirche in den Altar gebracht. Viele jetzt blühende Sommerblumen schmücken die Kirche.
Es ist vielerorts in der Orthodoxie ein Volksfest des Jubels und der Lebensfreude. Denn wirklich freuen kann man sich erst, wenn man selbst dem Tod mit dem Bewusstsein begegnen kann, dass er nicht mehr das letzte Wort hat.
Das dritte der großen Feste
des Sommers ist das Gedächtnis der Beendigung des irdischen Lebens und die Aufnahme in das ewige Leben
der allheiligen Gottesmutter Maria, das in der liturgischen Sprache "Entschlafung" genannt
wird.
Schon in den 2 Wochen vorher werden wir durch eine Fastenzeit (1.-14. August nach neuem Stil, 14.-27. August nach altem Stil) auf das Fest hingeführt.
Wenn wir die liturgischen Texte des Festtages hören, dann bekommen wir den Eindruck, dass wir in dem bedeutendsten der Feste stehen,
die der Gottesmutter gewidmet sind.
Das Fest fasst das Heilsgeschehen rund um die Gottesmutter noch einmal zusammen. So erzählt uns das Evangelium im Orthros vom Besuch der Gottesmutter bei Elisabeth (Lk 1,39-56). Lesung (Phil 2,5-11) und Evangelium (Lk 10,38-42 und 11,27-28) in der Liturgie sind die gleichen wie am 8. September, dem Tag der Geburt Marias. Man wird bemerken, dass die Perikopen, die am Fest gelesen werden, den Tod der Allheiligen nicht erwähnen. Nur in den Gesängen zu Vesper und Orthros findet man die besondere Bedeutung, die die Kirche dem Fest zuschreibt.
Die Bedeutung ist zweifach und
wird genau durch einen Satz ausgedrückt, der zur Vesper gesungen
wird:
"DIE QUELLE DES LEBENS WIRD BESTATTET IN EINEM GRABE
- und -
EINE LEITER ZUM HIMMEL WIRD IHR GRAB".
Der erste Teil des Satzes
- "die Quelle des Lebens wird bestattet in einem Grabe"
- zeigt, dass wir konkret des irdischen Ablebens der Allheiligen gedenken.
Wenn wir im Jahr der Kirche jedes Jahr an den entsprechenden Tagen die Gedächtnisse des Ablebens des Vorläufers JOHANNES, der Apostel
und der Martyrer begehen, so gibt es noch viel mehr Gründe das Ende des irdischen Lebens
der Mutter Gottes zu feiern, die ja auch unsere Mutter ist und deren Heiligkeit
und Herrlichkeit viel größer ist als die der Auserwählten.
Aber das Fest ist viel mehr als ein Gedenken an den Tod.
Der zweite Teil des Satzes lautet: "EINE LEITER ZUM HIMMEL WIRD IHR GRAB".
Jedes Grab, derer, die uns in ihrem Weg zu Christus vorangegangen sind, kann uns in gewisser Weise eine Leiter werden,
die auch uns zum Himmel führt.
Aber im Fall der Gottesmutter Maria kommt noch Außergewöhnliches hinzu. Die gesungenen liturgischen
Texte weisen uns darauf hin:
Die Himmelfahrt Marias ist außerhalb - und über - der alltäglichen Natur. Der Glaube an die Himmelfahrt Marias beruht nicht auf einer biblischen Erzählung oder auf einem historischen Zeugnis, das wissenschaftlich nachprüfbar wäre. Sie ist auch nicht dogmatisch formuliert. Die Kirche hat bis jetzt noch keine Notwendigkeit gesehen, auf dem Glauben an die leibliche Himmelfahrt zu bestehen. Aber auch wenn die Kirche nicht auf einer solchen (inneren oder äußeren) Bekräftigung besteht, so kann man doch sagen, dass das orthodoxe Gewissen eine tatsächliche Verneinung der Himmelfahrt nicht nur als leichtsinnig sondern als eine Gotteslästerung ansehen würde. Wie kann man auch eine Tatsache leugnen, die nicht der historischen Verifizierung bedarf? Der Glaube an die Himmelfahrt beruht nicht auf dokumentierten Beweisen. Gläubiges Denken, erleuchtet vom Heiligen Geist, wurde Schritt für Schritt davon überzeugt, dass, wenn "der Lohn der Sünde der Tod" ist, Maria einen besonderen Sieg über den Tod errungen hat. In gleicher Weise wie Jesus (auch wenn man hier die Proportionen nicht verschieben darf) wurde sie in ihrem Leib verherrlicht. Die Verherrlichung der allreinen und allheiligen Gottesmutter in Seele und Leib - und nicht der eine oder andere Symbolismus oder die historischen Umstände - sind der eigentliche Gegenstand des Festes
Die Himmelfahrt ist das Fest nicht
nur Marias, sondern der ganzen menschlichen Natur. Denn in Maria hat die
menschliche Natur ihr Ziel erreicht. Eine Woche nach dem Beginn des liturgischen
Jahres, werden wir die Geburt der allheiligen Jungfrau feiern. Jetzt, zwei Wochen vor
dem Ende des liturgischen Jahres feiern wir den Tod und die Verherrlichung der allheiligen
Gottesmutter.
So also macht der Zyklus des Marienlebens das Schicksal und die Entwicklung
einer menschlichen Natur deutlich, die Gott völlig treu ist. Mit
ihr wird das Menschengeschlecht erhoben und im Himmel aufgenommen.
Die allheilige Gottesmutter hat in der Geschichte der Menschheit eine einzigartige Aufgabe erfüllt,
die weit über unsere Vorstellungskraft hinaus geht. Aber
die vollkommene Frucht der Gnade, die wir an der Gottesmutter so bewundern,
zeigt uns die Entwicklung einer Seele,
die sich geöffnet hat, um die Fülle der Gaben Gottes zu empfangen.
Nur zwei Wochen trennen das Fest der Entschlafung der Gottesmutter und das Ende des Kirchenjahres. Der Zyklus des vergangenen Kirchenjahres ist fast vollendet, ein neues Kirchenjahr beginnt am 1. September. Auch während dieses Kirchenjahres werden wieder die Feste von Weihnachten, Ostern, Pfingsten, der Gottesmutter und die Feste der vielen Heiligen auch auf uns zukommen. Machen auch wir uns wie die Gottesmutter bereit die Fülle der Gnade Gottes zu empfangen und sie in uns Frucht bringen zu lassen.
 
unter Verwendung von Ausschnitten aus: A Monk of the Eastern Church, The Year of Grace, A Spiritual and Liturgical Commentary on the Calender of the Orthodox Church, Crestwood N.Y. 1992, p. 242 ff.
Text hier aus St.-Andreas-Bote

 
ROM: Sta. MARIA MAGGIORE (431-1296) Konzil v.
Ephesos - Jacopo Torriti
Erzählung nach Transitus Mariae Kap. 6-17
.
Text hier aus "ORTHODOXES GLAUBENSBUCH"
1. September (14.9.)
ARCHI tis INDIKTOU, itoi tou Neon Ekklisiastikon etous (griechisch)
Zrkovn. Nov. God. (slawisch)
Începutul anului bisericesc (rumänisch)
B E G I N N
des
NEUEN KIRCHENJAHRES
| Bildner der
Schöpfung, der Du die Zeiten der Jahre und der Welt in der Dir eigenen Vollkommenheit festgesetzt hast, segne den Zeitenkranz in Deiner Güte ! Bewahre Dein Volk und Dein Land, auf die Fürbitten der Gottesgebärerin und errette uns ! |
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Zur
Christlichen Umwelt-Ethik
unterzeichnet vom Oekumenischen und Papst JOHANNES-PAUL II. (aus
KOKID)
S.Allhl. Patriarch BARTHOLOMAIOS zum Fest
Gedanken einer orthodoxen
Theologin zum Fest ...
All-Orthodoxe Botschaft und Gebet
d.Höchstgew. NIKODEMUS, Metropolit v. Patras für die Erhaltung der Schöpfung
Gottes
Idiomela v. Vater GERASIMOS v.
Heiligen Berg Athos für Umwelt und Wohlbestand der ganzen Schöpfung
Prof. Dr. Georgios I. MANTZARIDIS:
Die ÖKOLOGISCHE KRISE
Erster Tag des Kirchenjahres
dem Gebet und dem Flehen für die Rettung der Schöpfung Gottes gewidmet
In der all-orthodoxen "BOTSCHAFT der VORSTEHER der HEILIGEN ORTHODOXEN KIRCHEN" vom 15. März 1992 werden die Gläubigen der Orthodoxie in aller Welt aufgerufen, den 1. September eines jeden Jahres, den Tag des Anfangs des Kirchenjahres dem Gebet und dem Flehen für die Rettung der Schöpfung Gottes und dem Erreichen jener Haltung zur Natur zu widmen, welche die Göttliche Eucharistie und die asketische Tradition der Kirche gebieten.
Auch für dieses Kirchenjahr gilt wieder, was Vater ELIAS Herter in seinen Texten zu den Gebeten sagt:
Das Filigranwerk des Kirchenjahres fängt gleichsam in gröberen und feineren Netzen jeden unserer Tage ein:
Ostern, das Auferstehungsfest, mit seiner allwöchentlichen Vergegenwärtigung am Sonntag und die "Zwölf Grossen Feste" Christi und der Gottesmutter überstrahlen gleich Sonne und Mond die Tage.
Wie Planeten folgen ihnen die Gedächtnisse des Heiligen Kreuzes und der Gottesgebärerin am Mittwoch und Freitag, der Heiligen Engel am Montag, des Vorläufers und Täufers Johannes am Dienstag, der Heiligen Apostel und des Heiligen Nikolaus am Donnerstag, der Märtyrer und der Entschlafenen am Samstag
- während am Firmament jedes Kirchenjahres aufs neue die fast unzähligen Fixsterne der, an den verschiedenen Tagen, an ihrem "Geburtstag für den Himmel", gefeierten Heiligen als grössere und kleinere Lichter erstrahlen.
Die Indiktion, ein Zeitabschnitt von 15 Jahren, begann unter Konstantin dem Grossen um 312 n. Chr. und war für die byzantinische Zeitrechnung die massgebliche Größe. Gleichzeitig mit der Einführung unserer Zeitrechnung (n.Chr.="nach Christi Geburt") wurde auch der Beginn des Kirchenjahres auf den 1. September festgelegt.
Die Texte dieses Festes werden in unseren Gemeinden auch oft für den 1. Januar benutzt.
Wieder und wieder endet und beginnt ein neues Kirchenjahres. Der Zyklus des alten Kirchenjahres ist vollendet, ein neuer Zyklus beginnt am 1. September.
Viele Gläubige sehen das Ende des Jahreskreises, in dem sie Jesus von der Geburt bis zu seiner Verherrlichung gefolgt sind, mit einer gewissen Trauer. Wenn man dem österlichen Triumph und dem Geist vom Pfingsten so nahe war, könnte die Rückkehr zu den bescheidenen Anfängen, die Vorahnung der Geburt Christi, wie ein Abstieg erscheinen. Wenn die Fülle erreicht ist, warum soll man wieder zum Ausgangspunkt zurück?
Es liegt in der menschliche Natur, dass wir nicht dauernd in Höchstform bleiben können. Wir müssen wieder die Grundlagen dessen lernen, was wir glauben zu wissen. Nur durch eine ständig erneuerte und ständig aufmerksame Betrachtung des Lebens unseres Herrn, in allen seinen Aspekten, in seiner ganzen Folge menschlichen Wandels, können wir vielleicht wenigstens einen kurzen Blick auf den Widerschein des Geheimnisses Christi erhaschen. Dann sind da ja auch unsere Sünden, unsere Verfehlungen. Eine beschmutzte Seele könnte den Glanz der Herrlichkeit Gottes nicht ertragen. Es ist gut, es ist notwendig, dass sie zu der Zeit der Reue und Buße zurückkehrt.
Die Wiederkehr im Jahreskreis erinnert
uns auch daran, dass ‚Heil’ im christlichen Sinne des Wortes nicht von
seinem historischen und personellen Kontext getrennt werden kann. Es gehört
nicht zu einer rein metaphysischen Kategorie. Es ist nicht die Vermittlung
einer abstrakten Lehre.
Wir werden gerettet, weil ‚etwas geschehen ist’,
weil gewisse Ereignisse stattgefunden haben. Das Kirchenjahr gedenkt ihrer
und erneuert diese Geschehnisse auf geheimnisvolle Weise.
Wir würden es missverstehen,
wenn wir die Fülle des Kirchenjahres nur mit seinem Ende voll Herrlichkeit
gleichsetzen würden. Das Geheimnis der liturgischen Zeit ist das
Geheimnis der Zeit selbst: Zeit ‚verzerrt’ und macht die ewige göttliche
Realität unvollständig, vielfach und aufeinanderfolgend. In
Gott gibt es nur einen Augenblick, in dem alles eingeschlossen ist. Die
Fülle des Kirchenjahres besteht nicht darin, dass das Leben Christi,
der Kreis der Herrenfeste, beschlossen oder vollendet wird, denn die Vollendung
einer Folge beinhaltet, dass es eine Folge, eine Serie von Einzelelementen
gibt.
Die Fülle des Kirchenjahres ergibt sich nicht aus der Zahl
der Feste, sondern aus der Gnade, die es insgesamt vermitteln kann: wir fühlen
sie, wenn wir fähig werden - an einem beliebigen Tag des Kirchenjahres,
durch das besondere Geschehen, dessen wir gedenken - Christus als Ganzes
zu fühlen, die Fülle seines Lebens, die Fülle seines Heilswerkes,
die Fülle des Wortes.
Jedes Fest, sogar jeder Tag des Jahres, wird
zur Fülle des ganzen liturgischen Kreises des Kirchenjahres. Dieser
Kreis wiederholt sich nicht; jede seiner Facetten spiegelt die unerschöpfliche
Tiefe und Fülle Christi und wird, als Ergebnis, neu für uns
in einer Weise, dass wir ihn besser verstehen.
Das Kirchenjahr ist ein
Prisma, welches das weiße Licht Christi empfängt und in unterschiedliche
Farben aufteilt.
Die Farben sind die Feste - Christus ist wie die Fülle des weißen Lichtes, wie
die Fülle des Jahres.
unter Verwendung von Ausschnitten aus: A Monk of the Eastern Church, The Year of Grace, A Spiritual and Liturgical Commentary on the Calender of the Orthodox Church, Crestwood N.Y. 1992, p. 242 ff.
Text hier aus St.-Andreas-Bote
Protocol No. 847
+ B A R T H O L O M E W
BY THE MERCY OF GOD
ARCHBISHOP OF CONSTANTINOPLE,
NEW ROME AND ECUMENICAL PATRIARCH
TO THE PLENITUDE OF THE CHURCH
GRACE AND PEACE
FROM THE CREATOR OF THE ENTIRE UNIVERSE
OUR LORD, GOD AND SAVIOUR JESUS CHRIST
“The earth, having no tongue cries out sighing, why are you people polluting me
with many evil things? ”
Troparion - 9th ode - for the earthquake of October 26.
Beloved brethren and children in the Lord,
In a very pictorial way, the holy hymnographer Joseph presents the earth as
grieving and protesting voicelessly for the many evils with which we burden
her.? If this holy hymnographer thought back then that the pollution of earth by
humankind would cause the wrath of God, today, humanity in its entirety should
all the more realize our ultimate destructive behaviour against the creation of
God.
Certainly, the earth was created well-equipped to offer shelter to the human
beings and was ordered by God to cover their needs. However, we do not draw from
earth’s resources what we need in moderation, so that we allow its productive
ability to remain sound and intact; instead, we are depleting her natural
resources.? We draw so much to such excess and in such rough ways that we weaken
her abilities and destroy all future production of natural resources. In doing
so, we resemble those who act greedily, and who, when in need of collecting wood,
destroy both the trees and the forest and, thus, deprive themselves of the
opportunity to collect more wood in the future. It is a known historic fact that
many areas of the earth that had once been sites of developed civilizations,
ended up in total devastation.
This phenomenon of devastation, which unfolded slowly in earlier times, is
progressing in our times at a high speed. Vast expanses around polluting
factories and industrial zones that emit toxic waste have already been deadened,
and the number of such dead expanses is constantly growing. Huge regions have
been made subject to deforestation in order to be used as cultivation grounds,
but the utilization of toxic pesticides has destroyed any form of sprouting,
except for the object needed. These non-biodegradable toxic pesticides enter the
water-air cycle and pollute the springs and rivers causing severe problems to
human health. In regard to the consequences of these methods employed and
materials used, greed and negligence take their revenge. While we work hard to
increase the productive ability of our planet, we, on the other hand, destroy
it. The astronauts who recently saw the whole earth from a distance while in
orbit, drew humankind’s attention to the fact that huge expanses of it have been
deforested and will end up in devastation.
The aforementioned holy hymnographer Joseph personifies earth, which, addressing
man, complains that the Master of humankind and God whips her instead of him,
for God wants to spare the human being; the earth, however, bemoans her
suffering due to humankind’s mistakes and cries to people: “Come to your senses
and appease God in repentance.” This invitation is quite timely. We must realize
the forthcoming danger; we must understand its causes and acknowledge our
responsibility.? We must aim to appease God, not through words and small
sacrifices, but through courageous acts and large sacrifices. For the promise of
the Lord that we will receive back in multiple that which we sacrifice, applies
here as well.? ?
?
The Mother Church is fully aware of the dangers that threaten the earth and our
surrounding natural environment brought about by both the natural ramifications
of human acts but, mostly, by the moral consequences of human crimes; therefore,
the Mother Church established the 1st of September as a day of prayer for the
environment. Prayer appeases God, however there is also a validity in the saying
of ancient Greeks “In addition to asking for help from goddess Athena offer also
your own effort.” This saying is similar to the biblical phrase “The effectual
fervent prayer of a righteous man availeth much” (James 5:16).? The importance
of this sentence lies on the word “effectual”, which means that the prayer is
more powerful when accompanied by actions for the one for whom we are praying.
For there is no vindication for the one who says “Lord, Lord”, but rather for
the one who does the will of God. In our discussion, it is evident that the will
of God mandates the preservation of the eternal yielding of our natural
resources, respect toward the natural creation of God and our future generations,
and the reversal of our destructive behaviour against the very good natural
environment that was given to us by God.
May the grace of God and His abundant mercy be with you all.
September 1, 2005 A.D.
Your beloved brother in Christ
and fervent supplicant before God,
+ BARTHOLOMEW of Constantinople
In der all-orthodoxen "BOTSCHAFT der VORSTEHER der HEILIGEN ORTHODOXEN KIRCHEN" vom 15. März 1992 werden die Gläubigen der Orthodoxie in aller Welt aufgerufen, den 1. September eines jeden Jahres, den Tag des Anfangs des Kirchenjahres dem Gebet und dem Flehen für die Rettung der Schöpfung Gottes und dem Erreichen jener Haltung zur Natur zu widmen, welche die Göttliche Eucharistie und die asketische Tradition der Kirche gebieten.
Bereits 1990 hatte der höchstgeweihte NIKODEMOS, Metropolit von Patras entsprechende Texte für die Gebetsordnung entworfen, die wir in der Folge in Ausschnitten widergeben:
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Idiomela zur Liti am 1. September aus der
"Ordnung des Bittgottesdienstes
zu unserem menschenliebenden
Gott und Retter
Jesus Christus
für unsere Umwelt
und den Wohlbestand
der ganzen Schöpfung"
von
Vater GERASIMOS (Mikrayannanitis)
Mönch
vom Heiligen Berge Athos
im Dezember 1991
Der Du im Anfang das Weltall
geschaffen
und einem jeglichen die entsprechende Ordnung gesetzt,
verachte
nicht die Werke Deiner Hände,
sondern schau mit barmherzigen Augen
vom Himmel,
Herr,
nach diesem Weinberg
und bereit ihn nach Deinem
Willen,
wend ab von ihm jeglichen schädlichen Gedanken und
jeden Zerstörer,
denn Du bist unser Hirte und Retter und Heiland,
und von Dir empfangen wir
die Hilfe in Erbarmen und Mitleid
und preisen
Dich, o Herrscher.
Der Du den Ort der Erde umschanztest,
Herr,
und ihn auch mit Schutz umkleidet hast,
rette, Herrscher, vor
Schaden und Zerstörung seinen Bestand,
denn Du bist der Stärke
Hort und Quell des Lebens,
und auf Deinen Wink, Herr, dient und
fügt sich alles Dir gehorsam,
daher zeig uns Dein Erbarmen,
wend ab von uns jegliches Unheil
und rette unsere Seelen,
Du Menschenliebender.
Nimm die Geißeln hinweg
und Untergang,
die drohend über uns schweben
wegen unserer vielen
Vergehen,
Herr,
denn gesündigt haben wir,
gefehlt und uns von Dir
entfernt,
dem Widerwärtigen haben wir uns verschworen und zugesellt;
aber rett uns,
Herr,
vor kommenden Gefahren,
und der Erde Bestand
behüt
ohn Schad, lass gleichmäßig
die Winde wehen
und stetig die Wasserwellen fließen
zu unsrer
Pfleg und Rettung,
Menschenliebender.
Ehre ...
Doxastikon:
Der Du der Erden
Kreis erfüllst
und ihren Grund befestigst nach des Propheten Wort,
nimm an von uns,
o Herr,
die flehentlichen Bitten
als unser Pfleger,
Fürsorg und Heiland;
denn wir sind Dein Volk
und Schafe Deiner
Weide,
und aus den erwarteten Gefahren wirst Du uns erretten
durch Dein
unendliches Erbarmen;
nun, Herr,
zermalm uns nicht,
lass
Deine Güte siegen
über die Menge unserer Vergehen,
damit wir
alle rühmen
Deines Erbarmens Meer.
Jetzt ...
Theotokion:
Vor allen Gefahren
Deine Herd behüt,
gepriesene Gottesgebärerin,
auf dass wir rühmen
die Hoffnung unsrer Seelen.
Idiomela zur Liti am 1. September nach der "Ordnung des Bittgottesdienstes zu unserem menschenliebenden Gott und Retter Jesus Christus für unsere Umwelt und den Wohlbestand der ganzen Schöpfung" von Vater GERASIMOS (Mikrayannanitis), Mönch vom Heiligen Berge Athos, im Dezember 1991.
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Deine Geburt, Gottesgebärerin, hat Freude verkündet der ganzen Welt. Denn aus dir ist aufgestrahlt die Sonne der Gerechtigkeit, Christos unser Gott. Da Er löste den Fluch, gab Er den Segen. Da Er überwand den Tod, gab Er das ewige Leben. |
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Joachim und Anna
wurden von der Schmach der Kinderlosigkeit befreit,
Adam und Eva,
befreit von der Verwesung des Todes
durch deine Geburt.
Erlöst von der Schuld der Verfehlungen,
feiert dies dein Volk,
o Allreine,
und ruft dir zu:
"Die Unfruchtbare gebiert die Gebärerin Gottes,
die Nährerin unseres Lebens".
Heute
wird nach Gottes Willen
aus einer Unfruchtbaren geboren Maria,
die Jungfrau und Mutter Gottes
das unbetretbare Brautgemach
des himmlischen Bräutigams,
bestimmt zum Gefährt des Wortes Gottes.
Deshalb wurde sie vorausersehen
als göttliche Pforte
und Mutter des Lebens.
 
Text hier aus "ORTHODOXES GLAUBENSBUCH"
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Rette, Herr, Dein Volk und segne Dein Erbe ! Verleihe Deinen Gläubigen Sieg über die Widersacher ! Und behüte Deine Gemeinde mit Deinem Kreuz ! Gewähre Sieg über das Böse, Frieden in Deiner Gemeinschaft durch die Waffe des Kreuzes, des unüberwindlichen Siegeszeichens ! |
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Erzählungen zum Fest
Metr. ANTHONY: Predigt zum Fest
Heiser: Das KREUZ CHRISTI in Geschichte und Gottesdienst:
Seit dem 7. Jahrhunderts, als Kaiser Heraklios am 3. Mai 628 die Reliquie des Hl. Kreuzes von den Persern zurückholte, wird der Gedenktag der Auffindung des Heiligen Kreuzes durch die Hl. HELENA (Mutter des Kaisers Konstantin) im Jahre 326 in Jerusalem, in der gesamten christlichen Welt gefeiert.
Am Vortag ist das Kirchweihfest der Auferstehungs-Basilika über dem Hl. Grab in Jerusalem, bei deren Bau das Kreuz wiedergefunden wurde und die am 13. September 355 geweiht wurde.
Am heutigen Tag steht im Zentrum der Zeremonien das blumengeschmückte Kreuz, das nach allgemeinen Fürbitten unter "Herr erbarme Dich" - Gebet durch den Bischof oder seinen Vertreter von ganz tief am Boden bis in die höchste erreichbare Höhe gehoben wird und damit der Segen in alle Himmelsrichtungen erteilt wird.
Man gedenkt des "Holz des Kreuzes" und des "Zeichen des Kreuzes" in dem das Heilsgeschehen durch das Kreuz Christi, -d.h. Seinen Tod und Seine Auferstehung- seinen Mittelpunkt gefunden hat, seiner Bedeutung in
der Offenbarung des Heilswerkes Gottes für Sein Volk:
- Das Holz des Kreuzes des Baumes im Garten Eden:
Am Kreuz sprießt das neue Leben des himmlischen Paradieses (Gen 2:9-15)
- Das Holz der Arche Noah:
Das Holz des Kreuzes rettet die Sünder, bewahrt sie vom Ertrinken in den Fluten des Todes; birgt sie in der neugestalteten Welt Gottes (Gen 6:9 -9:17)
- Jakob kreuzt die Arme, um die Söhne des Joseph zu segnen:
Aller Segen geht vom Kreuz aus (Gen 48: 8-20)
- Mose streckt seine Arme aus, um das Meer zu öffnen und zu schliessen:
Der Gekreuzigte öffnet durch Sein Pas´cha den Weg in das Reich Gottes und verschliesst die Pforten der Unterwelt (Ex 14: 21 - 29)
- Mose wirft Holz in die Quelle von Mara, um ihr die Bitterkeit zu nehmen:
Das Holz des Kreuzes nimmt die Bitterkeit des Todes (Ex 15: 25-26)
- Moses schlägt mit dem Holz seines Stabes auf den Felsen, aus dem sogleich Wasser hervorströmt:
Wunderbares Leben entspringt dem Kreuz des Herrn (Ex 17: 1-7)
- Der Stab Aarons erblühte:
Am Kreuzesholz erblüht uns das Hohepriestertum Christi (Num 17: 1-10)
- Die eherne Schlange wurde in der Wüste auf einem Pfahl erhöht, so dass jeder von einer Schlange Gebissene, der sie anschaute, nicht starb, sondern am Leben blieb:
Wer auf den gekreuzigten Christus schaut und an Ihn glaubt, wird nicht sterben, sondern das ewige Leben haben (Num 21: 4-9, Joh 19:37)
- Das Volk Israel lagerte am Berge Sinai kreuzförmig um das Bundeszelt:
Das Kreuz ist die Lebensordnung des neuen Gottesvolkes (Num 2: 3-31)
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Erzählungen zum Fest
Zeichen am Himmel vor Rom und Byzanz
Auffindung und Geschichte um das Hl. Kreuz in Jerusalem
Das erste Mal sah er das Zeichen des Kreuzes während des Krieges gegen den
ruchlosen Maxentius, dem Herrscher von Rom, der viel menschliches Blut
bei der Wahrsagerei vergoss und den Dämonen eine große Zahl von Kindern,
Mädchen und schwangeren Frauen zum Opfer brachte, um seinen trügerischen
Göttern zu gefallen. Maxentius führte ein zügelloses und abscheuliches
Leben und war in ganz Rom verhasst.
Als Konstantin gegen Maxentius zog, setzte er seine ganze Hoffnung auf Gott.
Konstantin hatte nur 25.000 Soldaten, Maxentius ungefähr 200.000. Da er wusste,
dass Satan mit seiner Macht auf der Seite des Maxentius stand, begann
Konstantin zu dem einen Gott zu beten, der im Himmel und auf Erden herrscht
und den alle Christen verehren. Er bat Gott um ein Zeichen dafür, dass der
Krieg gegen den ruchlosen Maxentius erfolgreich sein werde.
Als er inständig betete, erschien zu Mittag am Himmel ein aus Sternen
bestehendes Kreuz des Herrn, das heller schien als die Sonne.
Zusammen mit dem Kreuz war eine Schrift am Himmel zu sehen:
" In diesem Zeichen wirst du siegen ", d.h. " Durch das Kreuz
wirst du siegen. " Diese wundersame Erscheinung sahen alle Soldaten.
Alle waren sehr erstaunt und erschrocken. Viele Soldaten waren Heiden,
und für Heiden war das Kreuz ein Zeichen für Unglück und Tod, weil zu jener
Zeit auf dem Kreuz Verbrecher und Missetäter starben. Die Krieger fürchteten,
dass die Erscheinung des Kreuzes Unglück bedeutete. Konstantin selbst war
sehr verwirrt. In der Nacht erschien ihm Christus selbst und wies wieder auf
das Kreuz und sagte: " Fertige so ein Kreuz an und lass es vor deinen
Kriegern einhertragen, dann wirst du nicht nur Maxentius besiegen, sondern
auch alle deine Feinde. quot;
Der Kaiser erzählte seinen Vertrauten von diesem Traum und befahl den
Goldschmieden ein Kreuz herzustellen, so wie es vor allen am Himmel erschienen war.
Das Kreuz wurde aus Gold gemacht und mit Perlen und Edelsteinen geschmückt.
Allen Soldaten befahl er, ein solches Kreuz auf die Waffen, Helme und Schilder
zu malen.
Trotz seiner übermacht wurde Maxentius besiegt. Nachdem Konstantin in Rom
eingezogen war, dankte er Gott für den errungenen Sieg und befahl, zum Gedächtnis
daran in der Mitte der Stadt auf einer hohen steinernen Säule ein Kreuz aufzustellen.
Auf dem frequentiertesten Platz der Stadt wurde für Konstantin ein Denkmal
mit einem Kreuz in seiner rechten Hand errichtet. Konstantin ließ auf ihm eine
Inschrift auf lateinischer Sprache anbringen: " Durch dieses erlösende
Zeichen, den wahren Erweis von Mut, errettete und befreite ich eure Stadt
vom Joch des Tyrannen und gab nach ihrer Befreiung dem römischen Senat
und dem Volk ihren früheren Glanz und ihr Ansehen zurück. "
Das zweite Mal sah Konstantin das Kreuz am Himmel, als er die kleine Stadt Byzanz,
das spätere Konstantinopel, belagerte, das dritte Mal als er gegen die Skythen
kämpfte. Alle diese großen und siegbringenden Erscheinungen überzeugten
Konstantin später, dem Beispiel seiner Mutter, der Kaiserin HELENA zu folgen
und sich taufen zu lassen.
Die fromme Kaiserin HELENA beschloss, sich mit einer grossen Geldsumme nach
Jerusalem zu begeben, um dort nach dem Kreuz des Herrn zu suchen.
Unterwegs besuchte Helena viele heilige Orte, reinigte sie von der Entweihung
durch Götzenbilder und entdeckte die Reliquien vieler Heiliger. Der damalige
Patriarch von Jerusalem MAKARIOS empfing die Kaiserin mit gebührenden Ehren.
Die selige Helena rief bei der Suche nach dem Kreuz des Herrn Juden zu sich
und befragte sie, wo das Kreuz versteckt sei. Alle winkten ab und sagten,
dass sie es nicht wüssten. Schließlich zeigte man ihr einen alten Mann
namens Judas, den Sohn eines geachteten Propheten, und meinte, er müsse wissen,
wo sich das Kreuz befinde. Judas weigerte sich ebenfalls lange, den Ort zu zeigen.
Aber schließlich entschloß er sich dazu und brachte alle zu einem großen Hügel
aus Erde und Steinen, auf dem der römische Kaiser Hadrian schon vor jener Zeit
einen Tempel für die Göttin Venus errichtet hatte. Judas gab an, dass sich
genau unter diesem Tempel das Kreuz befinde.
Helena befahl sogleich, den Tempel abzureißen, die Steine wegzuräumen und die
Erde aufzugraben. Der Patriarch Makarios verrichtete an dieser Stelle ein
Gebet, und in der Luft verbreitete sich ein Wohlgeruch. An dieser Stelle,
ein wenig weiter östlich dieses Tempels, wurden das Grab Christi, die
Schädelstätte Golgota, drei Kreuze und auch die Kreuzigungsnägel gefunden.
Alle waren fassungslos, da sie nicht wussten, welches der drei Kreuze das Kreuz
Christi war. Es geschah, dass man zu jener Zeit einen Toten zum Begräbnis
vorbeitrug. Der Patriarch Makarios befahl den Trägern stehen zu bleiben,
und die Kreuze wurden der Reihe nach auf den Toten gelegt. Als das Kreuz
Christi auf ihn gelegt wurde, erwachte der Tote; er wurde durch die Kraft
des göttlichen Kreuzes zum Leben erweckt. Die Kaiserin Helena ergriff das
ehrwürdige Kreuz mit Freude, küsste es und verneigte sich vor ihm.
Dasselbe taten auch alle Kriegsherren und Würdenträgern, Krieger und Bürger.
Da aber rings herum viele Leute standen, die das Kreuz des Herrn sehen wollten,
befahl die Kaiserin Helena, es allen zu zeigen. Der Patriarch Makarios stellte
sich auf den höchsten Platz, erhob das Kreuz und zeigte es allen.
Alle Versammelten riefen dabei: " Herr, erbarme Dich ! "
Seit jener Zeit, dem 14. September 335, wird das Fest der Kreuzerhöhung gefeiert.
Helena nahm einen Teil des Kreuzes und die Nägel an sich, das Kreuz selbst
legte sie in eine silberne Truhe und übergab sie dem Patriarchen Makarios,
damit er das Kreuz für die kommenden Generationen aufbewahre.
Judas, welcher der Kaiserin Helena den Ort des Kreuzes des Herrn gezeigt hatte,
und viele Menschen mit ihm bekehrten sich zum Glauben an Christus.
Er ließ sich taufen und nahm den Namen Kyriakos an, d.h. dem Herrn angehörend.
Später wurde Kyriakos Patriarch von Jerusalem und erlitt unter der Herrschaft
Julians des Apostaten den Märtyrertod.
Die heilige Helena befahl, an den heiligen Stätten in Jerusalem Kirchen zu bauen.
Vor allen anderen wurde die Kirche der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus
an der Stelle gebaut, wo das Grab Christi und Sein ehrwürdiges Kreuz gefunden
worden waren. Sie befahl auch, eine Kirche in Getsemani zu bauen, wo sich das
Grab der Gottesmutter befand. Die Kirche wurde zu Ehren ihrer Entschlafung
geweiht. Danach ließ die fromme Helena noch achtzehn Kirchen bauen, schmückte
sie reich aus, beschenkte sie mit allem für die Verrichtung der Gottesdienste
notwendigen Gerät und kehrte erst dann nach Byzanz zurück. Sie nahm einen Teil
des Kreuzes und die Nägel mit sich, mit denen die Hände und Füße des Herrn
durchbohrt worden waren.
Es muss noch erwähnt werden, wie das Kreuz des Herrn am Beginn des VII. Jahrhunderts
durch die Perser geraubt und später zur Freude der Gläubigen wieder nach
Jerusalem zurückgegeben wurde.
In Persien herrschte zu jener Zeit Chosrau. Er war sehr kriegerisch und
in seinen Schlachten erfolgreich. Chosrau unterwarf Ägypten, Afrika,
Palästina und nahm Jerusalem ein, wobei er viele Christen tötete.
Die Krieger Chosraus plünderten Jerusalem und entwendeten die kirchlichen
Schätze und Geräte. Es wurde auch die Truhe mit dem Kreuz Christi geraubt.
Die byzantinischen Herrscher bemühten sich, Chosrau zu besiegen, erlitten
dabei aber mehrere Niederlagen. Der Kaiser Herakleios bat Chosrau um Frieden,
dieser jedoch lehnte hochmütig ab. Herakleios wurde sehr betrübt und begann,
Gott um Seinen Schutz zu bitten. Er befahl allen Gläubigen zu beten,
zu fasten und zu wachen, damit sie der Herr vom Feind befreie, der sich stolz
damit rühmte, alle Christen zu vernichten, und den Namen Gottes lästerte.
Alle beteten darum, dass die Heiden verstünden, dass es nur einen Gott gibt,
und nicht sagen könnten: "Wir und unsere Götter sind stark." Die
Heiden sollten verstehen, dass niemand der Macht unseres Gottes widerstehen
kann. Der Kaiser Herakleios betete selbst unter Tränen und fastete.
Dann sammelte er alle Soldaten und zog mit Zuversicht auf Gottes Hilfe
gegen die Perser in den Krieg. Herakleios besiegte Chosrau, schlug ihn in die
Flucht und siegte im Laufe von sieben Jahren immer wieder über die zahlreichen
Reste seines Heeres, die sich weiter zur Wehr setzten. Bald darauf wurde Chosrau
von seinem eigenen Sohn ermordet, der selbst Herrscher werden wollte und
sogleich einen Boten zu Herakleios schickte, um bei ihm um Frieden zu bitten.
Der Friede wurde geschlossen, der Kaiser Heraakleios kehrte als Sieger heim
und brachte die Teile des Kreuzes Christi wieder zurück, die vorher von
den Persern geraubt worden waren. Das Kreuz hatte sich etwa 14 Jahre bei ihnen
befunden. Der Kaiser Herakleios freute sich und pries Gott für Seine Hilfe.
Nachdem er nach Jerusalem gekommen war, legte er die Teile des Kreuzes auf
seine Schultern, um sie an ihren früheren Ort zu bringen; er trug das Kreuz,
selbst in kostbare, mit Gold und Edelsteinen geschmückte Purpurgewänder
gekleidet. Auf seinem Haupt trug er die Kaiserkrone. Als die Prozession
zum Tor gekommen war, das auf die Schädelstätte Golgota führte, fühlte
Herakleios zu seinem Erstaunen, dass er keinen Schritt weitergehen konnte.
Den Kaiser begleitete der Patriarch von Jerusalem Zacharias. Er war mit den
Bewohnern der Stadt mit Zweigen von Feigenpalmen der Prozession
entgegengekommen und hatte sich ihr angeschlossen. Der Patriarch sah
plötzlich einen Engel des Herrn, der im Tor stand und den Kaiser am
Weitergehen hinderte.
Der Engel sprach zum Patriarchen:
" Nicht SO hat unser Schöpfer das Kreuz hierher getragen,
wie ihr es jetzt tragt. "
Der Patriarch war über diese Worte sehr erschrocken und sagte zu Herakleios:
" Wisse, dem, der reich gekleidet und mit kaiserlichen Prunk geschmückt ist,
ist es unmöglich, dieses heilige Kreuz zu tragen, das Christus getragen hat,
der unseretwegen arm und erniedrigt war. Wenn du das Kreuz tragen willst,
so tue es wie der Erlöser. " Der fromme Kaiser legte sein kaiserliches
Gewand ab, legte ein einfaches armseliges Gewand an und durchschritt nun ungehindert
das Tor mit dem Kreuz und trug es in die Kirche, von wo es von den Persern
geraubt worden war, und stellte es auf seinem früheren Platz wieder auf.
HL. EPHRAIM, DER SYRER:
Unser Herr ging uns voran und unterwarf Sich dem Tod aus freien Stücken.
Dies um den Tod gegen dessen Willen unterzutreten.
Weil es der Tod so wollte, ging unser Herr hinaus und trug sein Kreuz.
Aber dann erhob Er am Kreuz Seine Stimme und führte die Toten aus der Herrschaft des Todes aus der Unterwelt herauf, sosehr auch der Tod sich dagegen wehrte.
Er, der Sohn des Zimmermanns, richtete Sein Kreuz auf über dem alles verschlingenden Abgrund des Todes und trug das Menschengeschlecht hinüber in das Haus des Lebens.
Weil das Menschengeschlecht beim Verlust des Paradieses durch das Holz des Baumes tief gefallen war, führte Er es nun über das Holz des Kreuzes in das Haus des Lebens.
Dir sei Ehre !
Du hast Dein Kreuz gezimmert als Brücke über den Abgrund des Todes
damit die Seelen vom Land des Todes -zu dem des Lebens hinüberschreiten können.
Dir sei Ehre !
Du nahmst den Leib eines sterblichen Menschen an
und machtest ihn für alle Sterblichen zur Ursache des Lebens.
Ja, du lebst !
Denn deine Mörder taten mit dir, wie die Bauern tun:
Sie säten Dein Leben wie Weizen in die Erde.
Aus ihr musstest Du auferstehen,
um viele Menschen zugleich mit Dir zu erwecken.
Kommt, lasset uns unsere Liebe als grosses und allumfassendes Opfer darbringen.
Volltönende, reiche Lieder lasset uns singen und Gebete an Den richten,
Der Sein Opfer am Kreuz Gott darbrachte,
um uns alle durch Sein Kreuz reich zu machen.
AMIN !
HL. EPHRAIM DER SYRER, Diakon und Hymnendichter aus Nisibis, heimgegangen 373 in Edessa
Das KREUZ CHRISTI in Geschichte und Gottesdienst:
Die Erhöhung
des
ehrwürdigen und lebenspendenden Kreuzes
für alle Welt
zum Fest des 14. September
Die Schande der in Nacktheit erfolgten Hinrichtung und die unmenschlichen Qualen der Kreuzigung geboten den frühen Christen, ihren gekreuzigten Herrn nur mit Worten zu verkündigen: „Während die Juden Zeichen fordern und die Griechen Weisheit suchen, predigen wir Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein ärgernis (skandalon), den Heiden eine Torheit; den Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit" (1 Kor 1, 22-24). Erst nachdem Kaiser Konstantin im Jahr 320 im Hinblick auf Christi Kreuzigung diese Strafe verboten hatte, konnte man daran denken, Christus am Kreuz abzubilden. Doch die Scheu, den Gekreuzigten in seiner Schmach darzustellen, hielt noch lange an. Die älteste erhaltene Darstellung im Westen befindet sich auf der aus afrikanischem Zedernholz um 432 geschnitzten Portaltür von Santa Sabina auf dem Aventin in Rom. Christus steht hier, mit einem schmalen Lendentuch bekleidet, groß und erhaben zwischen den beiden kleiner dargestellten Räubern. Der Ausdruck des Leidens ist gemildert; die geöffneten Augen und die wie zum Gebet ausgebreiteten Arme zeigen ihn als siegreichen, göttlichen Mittler. Aus dem Osten ist als älteste Darstellung des Gekreuzigten eine Buchillustration in dem in Syrien gefertigten Rabbula-Kodex von 586 (heute in der Bibliothek Laurenziana, Florenz) erhalten. Christus trägt dort eine mit Goldstreifen verzierte ärmellose Purpurtunika. Sein seitlich geneigtes Haupt ist vom Schmerz gezeichnet, aus der von der Lanze durchstoßenen Seite fließt Blut; doch die Augen des Toten sind weit geöffnet, um anzudeuten, dass seine Gottheit vom Tod nicht getroffen werden kann.
Anders verhielt es sich mit der Darstellung des Kreuzes ohne die Gestalt des Gekreuzigten, die mit dem Erstarken des Christentums seit der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts immer häufiger anzutreffen ist. Als Kaiser Konstantin den Sieg über seinen Schwager und Rivalen Maxentius an der Milvischen Brücke bei Rom im Jahre 312 errungen hatte, ließ er ab 315 auch Münzen mit dem Zeichen des Kreuzes prägen, und ab 321 erscheint das Monogramm Christi nach seinen griechischen Anfangsbuchstaben als X P oder in der Form -P- auf den Feldzeichen des Heeres. Besonders das sog. griechische Kreuz mit seinen vier gleich langen Armen fand als Zeichen des Sieges Christi, mit Ornamenten und Gemmen geschmückt, vielfache Verwendung. Als Triumphkreuz zierte es Kirchen, Taufkapellen und Sarkophage. Auch Fußböden wurden reichlich und in großer Vielfalt mit Kreuzen geschmückt, bis Kaiser Theodosios II. (408-450) im Jahr 427 Kreuze auf Fußböden anzubringen verbot, damit niemand auf das Zeichen der Erlösung trete. Doch wurde dem kaiserlichen Dekret nicht überall Folge geleistet. Denn das 6. ökumenische Konzil in Konstantinopel, das sog. Trullanum von 691/2, schärfte im 73. Kanon dieses Verbot unter Androhung des Kirchenausschlusses noch einmal nachdrücklich ein.
Dem Wunsch seiner christlichen Mutter Helena entsprechend, die im Jahr 324 das Heilige Land besucht hatte, ließ Kaiser Konstantin in Palästina mehrere Kirchen errichten, in Jerusalem eine Doppelkirche, die durch einen Atriumshof verbundene Martyrion- und Anastasis-Kirche, durch welche Tod und Auferstehung Christi verherrlicht werden sollte. Die fünfschiffige Martyrion-Basilika wurde am 13. September 335 in Anwesenheit von Kaiser Konstantin von vielen Bischöfen, die von einer Synode in Tyrus (Libanon) gekommen waren, als Mutterkirche aller christlichen Kirchen eingeweiht. Der Fatimiden-Kalif al-Hakim (996-1021), Sohn einer christlichen Sklavin und erfüllt vom Hass gegen alles Christliche, ließ im Jahr 1009 die Doppelkirche plündern und das Grab Christi vollständig zerstören. Um 1048 ließ Patriarch Nikephoros von Jerusalem über der Grabanlage eine neue Rotunde errichten und den Atriumshof zur Kirche umgestalten; sie ist heute die Bischofskirche des orthodoxen Patriarchen von Jerusalem. Die Kreuzfahrer haben sie nach ihrer Eroberung der Stadt im Jahre 1099 weiter ausgeschmückt. Doch die große Martyrion-Kirche ist bis heute eine unter Schutt und Läden verborgene und von einem koptischen und äthiopischen Kloster überbaute Ruine geblieben.
Um den Golgotha-Felsen neben dem Atrium ist durch Kaiser Konstantin eine Kapelle erbaut worden; offenbar wurde auf dem Felsen ein Kreuz zur Verehrung aufgestellt, von dem man bald annahm, es sei Christi wirkliches Kreuz. Bischof Kyrillos von Jerusalem erwähnt um 348 in seinen Taufkatechesen nicht nur die Verehrung dieses Kreuzes, sondern auch die Verbreitung von Partikeln des Kreuzes in die ganze Welt. Erst um 395 bietet Bischof Ambrosius von Mailand einen legendären Bericht von der Auffindung des Kreuzes Christi durch die Kaisermutter Helena: Unter Schutt und Geröll neben dem Golgotha-Felsen seien drei Kreuze gefunden worden; nachdem sie einer todkranken Frau nacheinander aufgelegt worden seien, erlangte sie Heilung bei der Berührung mit dem wahren Kreuz Christi. Weitere Kreuzeslegenden kamen hinzu: Das georgische Kreuzkloster am Rande von Jerusalem sei an jener Stelle errichtet worden, wo aus einem Schössling von dem Lebensbaum des Paradieses, den Adam mitgenommen habe, jener Baum erwachsen sei, aus welchem Christi Kreuz gezimmert wurde. Durch diese Legende wird symbolhaft und schön die Einheit von Lebensbaum und Kreuzesbaum zum Ausdruck gebracht. Eine weitere Legende deutet die Bezeichnung der Richtstätte von Jerusalem: Auf Golgotha, Schädelstätte, seien die Gebeine und der Schädel Adams beigesetzt worden und das Blut Christi, des neuen Adam, sei, wie häufig auf Ikonen zu sehen, auf sie herabgeflossen, um durch seine Kraft Adam und seine Nachkommen mit neuem Leben zu beschenken.
Nach der Eroberung Jerusalems durch die Perser im Jahr 614 führte König Chosroes II. Abharwez das Kreuz Christi als Trophäe nach Babylon fort. Der oströmische Kaiser Herakleios (610-641) brachte es nach seinem Sieg über die Perser im Jahr 628 feierlich nach Jerusalem zurück. In der Schlacht der Kreuzfahrer gegen das arabische Heer Salah ed-Dins (Saladins) im Jahr 1187 bei Hittim in Galiläa, in der es der Bischof von Bethlehem trug, ging die Kreuzreliquie endgültig verloren. Die Kreuzverehrung aber hatte von Jerusalem aus den Weg in alle morgen- und abendländischen Kirchen gefunden, die am 14. September, am Tag nach der Weihe der konstantinischen Basilika, das Fest der Auffindung des Kreuzes und seiner feierlichen Aufrichtung, seiner Erhöhung, feiern.
Die Feier und die biblische Botschaft
Jede Verehrung des kostbaren Kreuzes gründet im Erlösungsleiden Christi. Vornehmlich im Frühling in der Karwoche und am Karfreitag gedenkt die Kirche dieses Mysteriums und begeht dabei auch die Verehrung des Kreuzes als eines Symbols für Christus selbst. Etwa ein halbes Jahr später am 13. und 14. September feiert sie das Doppelfest der Einweihung der Basilika in Jerusalem und der Aufstellung (Erhöhung) des heiligen Kreuzes auf dem Golgotha-Felsen neben der Martyrion-Kirche.
Am Sonntag vor dem Fest wird die Gemeinde eingestimmt auf das Mysterium des Kreuzes. In der Lesung ruft Paulus den Gläubigen zu, dass es für den Jünger Christi kein Rühmen gebe außer im Kreuz des Herrn (Gal 6, 11-18). Der Menschensohn kündet im Evangelium an, dass er erhöht werden müsse, damit jeder ewiges Leben habe (Joh 3, 13-17).
Am 13. September wird die Schönheit der durch Kaiser Konstantin und seine Mutter Helena veranlassten Doppelkirche im Festtroparion besungen:
Wie dort oben des Firmamentes Zierde
so hast Du auch hier unten uns die Schönheit
der heiligen Wohnung deiner Herrlichkeit vor Augen gestellt, Herr.
Festige sie für alle Ewigkeit und nimm unsere Gebete an,
welche in ihr ohne Unterlass an Dich gerichtet werden,
auf die Fürbitte der Gottesgebärerin,
Du unser aller Leben und Auferstehung!
Troparion am 13. September; Anthologion I, 652 f.
Es folgt ein zweites Troparion zu Ehren des heiligen Kreuzes:
Das lebenspendende Kreuz Deiner Güte,
welches Du uns Unwürdigen geschenkt hast, Herr,
tragen wir zu Dir hin als unsere Fürbitte.
Bewahre die Könige und Deine Stadt,
die sich um den Frieden bemühen,
durch die Gottesgebärerin,
Du allein Menschenliebender!
Troparion; Anthologion I, 653
Am Abend zum 14. September beginnt mit dem Großen Esperinos, seinen Hymnen und Lesungen das Hochfest der Erhöhung des heiligen Kreuzes, um dessentwillen dieser Festtag als Fasttag ausgewiesen ist.
Die alttestamentlichen Lesungen weisen typologisch auf die Bedeutung des Kreuzes Christi hin: Mit einem Holz hat Mose beim Zug durch die Wüste das bittere Wasser von Mara für das Volk genießbar gemacht (Exodus 15, 22-16, 1). Jahwes Weisungen, kostbarer als Gold und Silber, sind ein Lebensbaum; sie gewähren langes Leben und Ehre (Sprüche 3, 11-18). Nach Jerusalem, dessen Heiligtum aus Zypressen, Zedern und Fichten vom Libanon errichtet wurde, ziehen die Völker, um Jahwe dort zu verehren (Jesaja 60, 11-16). Aus diesen drei Bäumen, so eine Volksmeinung, war Christi Kreuz gefertigt worden.
Der Esperinos wird fortgesetzt mit der Liti, dem nächtlichen Bittgottesdienst. Zum Altar wird ein Kreuz getragen und dort an die Stelle des Evangelium-Buches aufgestellt. In meditierenden Hymnen des Andreas von Kreta, Andreas von Jerusalem, Theophanes, Anatolios, des Kaisers Leon des Weisen betrachtet die Gemeinde das heilbringende Leiden Christi und seinen Sieg am Kreuz. Zum Abschluss wird das Troparion gesungen; es ist als Bitte formuliert und geht auf die Bedeutung der Hauptstadt des Römischen Reiches ein, deren Könige (Kaiser) seit dem 6. Jahrhundert im Kampf gegen die nichtchristlichen Nachbarvölker, Perser, Araber und Slawen, standen und sich für das Wohl der christlichen Welt verantwortlich wussten:
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe!
Sieg verleihe den Königen über die barbarischen Völker
und behüte durch dein Kreuz deinen Staat.
(Apolytikion; Anthologion 1, 663)
heute beten wir:
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe!
Sieg verleihe den Gläubigen über die Widerstände des Bösen
und behüte durch dein Kreuz dein Volk.
(Apolytikion; Anthologion 1, 663)
Im Orthros erklingen die Hymnen, die das Mysterium des Kreuzes und der an ihm gewirkten Erlösung preisen. Das Evangelium weist hin auf die Erfüllung der alttestamentlichen Verheißungen: Die Stimme des Vaters kündet von der Verherrlichung des Sohnes, und er spricht von seiner Erhöhung, durch die er alle an sich zieht (Joh 12, 28-36).
Das Synaxarion bedient sich der legendären Berichte von der KreuzErscheinung vor Kaiser Konstantin und der Auffindung des Kreuzes:
Konstantin der Große, der erste christliche Kaiser, führte einst Krieg um die Herrschaft, wie einige Historiker meinen, bei Rom gegen Maxentius; andere meinen, es sei an der Donau gewesen beim Kampf gegen die Skythen. Als er sah, dass das feindliche Heer stärker war als das eigene, erfasste ihn Ratlosigkeit und Furcht. In dieser Verfassung schaute er am hellen Tage das aus Sternen gebildete Zeichen des Kreuzes am Himmel und eine Schrift in lateinischen Buchstaben; auch sie war aus Sternen gebildet und lautete. In diesem Zeichen siege!
Aus Gold ließ er sogleich das Kreuz, das ihm erschienen war, nachfertigen und seinem Heer vorantragen. Er stieß mit den Feinden zusammen und gewann die Oberhand; die meisten wurden getötet, die anderen ergriffen die Flucht. Da erkannte er die im Kreuz liegende Macht und glaubte an den einzigen wahren Gott.
Nachdem er diesen Glauben durch die Taufe zusammen mit seiner Mutter besiegelt hatte, sandte er sie nach Jerusalem, damit sie das Kreuz Christi auffinde. Sie fand es auch, obwohl es verborgen war, und ebenfalls die beiden anderen Kreuze, an denen die Räuber gekreuzigt worden waren, dazu auch die Nägel. Da die Kaiserin aber im Unklaren war, welches das Kreuz des Herrn sei, wurde es ihr durch eine Wundertat an einer todkranken Witwe offenbart; bei der Berührung mit ihm konnte sie wieder aufstehen. Die beiden anderen Kreuze der Räuber dagegen hatten in dieser Hinsicht nichts erwiesen, kein Anzeichen einer Wunderkraft. Das in der Tat kostbare Kreuz verehrte und küsste die Kaiserin samt ihrer ganzen Begleitung. Das Volk wünschte es auch zu verehren, doch gelang es ihm nicht; aber es forderte, es zu sehen. Da trat Makarios, Patriarch von Jerusalem, hinzu und hob das ehrwürdige Kreuz auf einer Kanzel in die Höhe; das Volk begann da zu rufen. Herr, erbarme dich! Seither gibt es das Fest der Erhöhung.
Dreihundert Jahre später entriss Kaiser Herakleios das ehrwürdige Kreuz den Händen der Perser, die es bei der Eroberung Jerusalems geraubt hatten. Der Kaiser kehrte als Sieger im Triumphzug in die Hauptstadt zurück und erhöhte zudem ein weiteres lebenspendendes Kreuz in der Großen Kirche (Hagia Sophia) in Gegenwart und unter dem Beifall des Volkes von Konstantinopel. September-Menaion, 139 f.
In den Kirchen der slawischen Tradition folgt nun nach dem Morgenlob die Verehrung des kostbaren Kreuzes, in der griechischen Kirche am Ende der Eucharistiefeier. In der Eucharistiefeier wird anstelle des Dreiheilig gesungen:
Dein Kreuz verehren wir, Herr,
und Deine heilige Auferstehung preisen wir!
Die Lesung bietet den hymnischen Text des Paulus über die Bedeutung des gekreuzigten Herrn: „Wir predigen Christus, den Gekreuzigten ... als Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ (1 Kor 1, 18-24). Das Evangelium kündet von der Verurteilung Christi zum Kreuzestod und von seiner Hinrichtung (Joh 19, 6-35).
In einer abbildlichen Feier der ersten Kreuzerhöhung in Jerusalem findet vor dem Schlusssegen die Verehrung des kostbaren Kreuzes statt. Der Priester beräuchert mit Weihrauch das Kreuz, das auf einem mit Blumen geschmückten Tablett auf dem Altar liegt, und trägt es, hoch über sein Haupt erhebend, dreimal durch die Kirche, während die Gemeinde das Festtroparion singt. Vor der Ikonostase bleibt der Priester stehen und ruft den Gläubigen zu: Weisheit. Steht aufrecht! Die Gemeinde wiederholt das Festtroparion und ruft ständig wie einst die Jerusalemer Gläubigen: Kyrie eleison!

Der Priester segnet nun, das Kreuz in die vier Himmelsrichtungen von oben herab senkend, die Gemeinde und den ganzen Erdkreis. So wird in diesem feierlichen Segen der Titel des Festes als einer Erhöhung des kostbaren Kreuzes „für alle Welt“ bekundet. Dann wird das Kreuz in der Mitte der Kirche auf das Proskynetarion gelegt, auf dem sonst die Tagesikone zur Verehrung liegt. Die Gläubigen küssen es wie einst zu Jerusalem die Kaisermutter Helena und nehmen eine Blume als Zeichen des Segens mit nach Hause.
Am Sonntag nach dem Fest wird noch einmal das Kreuzmysterium gefeiert. In der Lesung der Eucharistiefeier verkündet Paulus den Galatern, dass der Christ im Glauben an den Sohn Gottes lebt, der ihn geliebt und sich für ihn hingegeben hat (Gal 6, 11-18). Im Evangelium mahnt Christus selbst, dass jeder, der ihm folgen wolle, sich verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen müsse (Mk 8, 34-9, 1).
Heiser, Lothar, Quellen der Freude, die Hochfeste der orthodoxen Christen (Schriftenreihe des Patristischen Zentrums Koinonia – Oriens; Bd. 52), Gersau CH 2002, S. 295 ff.
Text hier aus: St.-Andreas-Bote
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Deines Schutzes Gnadenfülle besingen wir, o Jungfrau, da du -über alles Verstehen- wie eine lichtvolle Wolke deinen Schleier ausgebreitet hast, um zu schützen dein Volk vor der Widersacher Arglist. Durch dich haben wir Schutz, Beistand und Hilfe und rufen dir zu: Ehre deiner Grossmut, Allheilige ! Ehre deinem göttlichen Schutz ! Ehre deiner Fürsorge für uns, Allreine ! |
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Das Fest ist im 10. Jahrhundert in Byzanz entstanden, geriet jedoch bald wieder in Vergessenheit.
Im 12. Jahrhundert hat es Fürst Andrej Bogoljubskij (1174) in Wladimir-Susdal eingeführt. Von hier aus verbreitete es sich
wieder in der übrigen orthodoxen Welt.
Die Kirche von Hellas hat auf Beschluss des Hl. Synods von 1952 das Schutzfest auf den Nationalfeiertag, den Tag der Befreiung vom osmanischen Joch, am 28. Oktober verlegt.
Wir feiern dieses Fest im Wissen darum, dass die Welt der Fürbitte der Gottesmutter, der Kirche und ihrer Heiligen bedarf.
"Wahrhaftig würdig ist es, dich seligzupreisen, die Gottesgebärerin,
die Immerseligste und ganz Unbefleckte, und Mutter unseres Gottes.
Du bist ehrwürdiger als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim.
Unversehrt hast du Gott, das Wort, geboren,
wahrhafte Gottesgebärerin, dich preisen wir hoch."
Ist die Ehre der Gottesgebärerin nun eine wesentliche Voraussetzung für unsere Erlösung? Gewiß. Wer die persönliche Mitwirkung der Jungfrau Maria am Werk unserer Erlösung leugnet und der Gottesgebärerin nicht die ihr gebührende Ehre gibt, bewegt sich nicht in der neuen Schöpfung Christi, sondern befindet sich in der Zeit des Falls und des Verderbens, in der Zeit des alten Adam, der die Wurzel der Sünde ist. Für diesen Menschen ist es so, als wäre Christus nicht geboren. Mit anderen Worten wer die Jungfrau Maria nicht als Gottesgebärerin anerkennt, verleugnet die Gottmenschheit Christi. Er hat von der Lesung der Heiligen Schrift keinen Vorteil und für die Gebote Christi keine Verwendung. Denn nicht die Heilige Schrift errettet uns, sondern allein Christus, den die Heilige Schrift verkündet (vergl. Joh 5,39). An der Bezeichnung Marias als Gottesgebärerin erkennt man "das ganze Mysterium der göttlichen Ökonomie; denn wenn die Gebärende Gottesgebärerin ist, dann ist auch der von ihr Geborene, Gott wie auch Mensch" (Johannes von Damaskus). Wer aber die Jungfrau Maria als Gottesgebärerin anerkennt und an die Gottmenschheit Christi glaubt, muß der Maria die entsprechende Ehre geben und sie als Seine Mutter anerkennen. Daher hat die Ehrerbietung, die wir der Gottesgebärerin entgegenbringen unmittelbare Beziehung zu unserer Erlösung.
So ist die Jungfrau Maria "Gefäß" und "Mitwirkende" Gottes für die Erlösung des Menschen geworden. Mit ihrer Einwilligung hat sie der Heilige Geist überstrahlt, Er hat sie veredelt und zum geeignetem Gefäß gemacht, durch ihr Fleisch wurde die menschliche Natur des Sohnes und Wortes Gottes geboren. Auf diese Weise ist Er nicht nur Gott, sondern wahrhafter Gott im Fleisch.
Die Jungfrau Maria hat nicht die Gottheit, sondern die menschliche Natur geboren, welche zu der einen Person Jesu Christi gehörte, und deshalb ist sie "Mutter des Herrn", nämlich wahrhafte Gottesgebärerin. Durch diese Wahrheit wird die Erlösung des Menschen bewirkt und wer den Glauben, daß Maria die wahrhafte Gottesgebärerin ist verwirft, leugnet auch die Erlösung in Christus.
Christus ist die "neue Wurzel", weil Er nicht von der Wurzel Adams stammt. Er ist "ohne Samen" geboren, von der Jungfrau. Durch Seine Geburt wird die Jungfräulichkeit Seiner Mutter nicht aufgehoben und sie bleibt auch nach der Geburt Jungfrau, und Christus ihr einziggeborener Sohn. Joseph war "Vater" Jesu "nach dem Gesetz" und die sogenannten "Brüder" waren Brüder "nach dem Gesetz".
Die Kirche ehrt Maria als Gottesgebärerin und Immerjungfrau und verkündet, daß im Schoß der Jungfrau die Natur des Menschen erneuert wurde und wir somit Teilhaber des Göttlichen Lebens wurden. So ist Maria die "Brücke", welche die Erde mit dem Himmel verbindet und sie wird von den Gläubigen entsprechend geehrt. Derjenige, der als erster die Jungfrau Maria ehrte, war Gott selbst. Maria wurde die "Begnadete" und die "Gesegnete", die "Mutter des Herrn", die "alle Geschlechter" seligpreisen sollen (vgl. Lk 1,48b).
Aber die orthodoxen Christen stellen die Gottesgebärerin nicht über die Kirche, sondern in sie. Maria hat die kranke Natur geerbt, sie war ein echtes Kind der Welt, welche mit ihrer Einwilligung den Plan Gottes vertreten hat. In ihrem Schoß wuchs die neue Wurzel, aus welcher auch sie selbst ihre Erlösung erhalten hat. Deswegen wird sie als "Allheilige" im Verhältnis zu den übrigen Geschöpfen Gottes und als Koryphäe der Kirche angesehen.
Der heilige Leib des Herrn war auch Leib der Maria, und alle Christen, die sich in den Leib Christi einordnen, werden Brüder des Herrn. Die Jungfrau Maria wird zur Mutter der ganzen Menschheit. Wir betrachten die Jungfrau Maria nicht unabhängig von Christus, sondern immer in Verbindung mit der Voraussetzung unserer Erlösung "in Christus Jesus".
Die Kirche formuliert das in einzigartiger Weise in der göttlichen Eucharistie:
"...Ferner bringen wir diesen geistigen Gottesdienst dar für die im Glauben ruhenden Urväter, Väter, Patriarchen, Apostel, Verkünder, Evangelisten, Martyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben sein Leben vollendet hat.
Insbesondere für unsere allheilige, makellose, hochgelobte und ruhmreiche Herrin,
die Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria."
Wer ihr diese Ehre verwehrt, befolgt die Prophezeiung der Heiligen Schrift "...von nun an preisen mich selig alle Geschlechter" (Lk 1,48) nicht, sondern lebt vor der Geburt des Erlösers. Denn das Mysterium unserer Erlösung äußert sich mit dem Ausdruck "Gottesgebärerin", vereinigt sich mit der Ehre, die aus dieser Bezeichnung herrührt, und der Person der Jungfrau Maria zugeschrieben wird.
Außerdem betrachtet die orthodoxe Christenheit die Allheilige Gottesgebärerin als ihre Beschützerin bei Gefahren, Bedrängnis und Not. Sie ist unsere Fürsprecherin und Beistand beim Herrn, ihrem Sohn und unserem Gott. Deswegen hat die Orthodoxie ihr mit dichterischer Dynamik viele Hymnen gewidmet:
"Der unbesiegbaren Heerführerin Siegesgesang,
dir, Gottesgebärerin, Dankeslieder
bringt, aus Gefahren befreit, deine Stadt.
Da du unüberwindliche Macht besitzt,
befreie mich aus allen möglichen Gefahren,
damit ich dir zujuble: Sei fegrüßt, unvermählt Vermählte".
"Du, der der Schutz der Christen keine Schande bedeutet,
unverrückbare Fürbitterin beim Schöpfer,
verachte nicht die Stimme der Gebete von Sündern,
sondern eile als Gütige uns zu Hilfe, die dich voll Vertrauen rufen.
Eile auf unser Gebet, sei schnell auf unser Flehen,
die du immer beschützt, die dich, Gottesgebärerin, verehren."
Dieser stammte aus Syrien, aus der Stadt der Emeser, er wurde Diakon der heiligen Kirche Gottes in Berytos, die den Namen der Auferstehung trägt. Zur Zeit des Kaisers Anastasios kam er nach Konstantinopel und wohnte in der Kyros-Stiftung bei der Kirche der überaus heiligen Gottesgebärerin, wo er auch die Gnadengabe empfing, Kontakion zu komponieren. Es erschien ihm nämlich die heilige Gottesgebärerin am Abend der Geburt Christi im Traum, reichte ihm ein Papyrusblatt und befahl ihm, dieses hinunterzuschlingen. Nachdem er es verschlungen hatte, erwachte er sogleich, bestieg den Ambon und begann zu singen und höchst melodisch "Die Jungfrau gebiert heute den über dem Sein Seienden" zu rezitieren. Seit damals also schuf er Kontakia auf die Herrenfeste und auf die Gedenkfeste verschiedener Heiliger, etwa tausend an der zahl, von denen die meisten in seiner eigenhändigen Niederschrift in der Kyros-Stiftung aufbewahrt sind. Er starb in Frieden und wurde in selbiger Kirche begraben; dort wird auch seine Gedächtnisfeier begangen."
So lautet der Synaxarbericht, also der biographische Kurztext, welcher unter dem Datum des Todestages des Romanos des Meloden (griech. melodós, ‘Melode, Liedermacher, Sänger’), dem 1. Oktober, zugleich seinem Gedächtnistag, in den byzantinischen Synaxarhandschriften tradiert wird. Eine ausführliche Biographie dieses größten Dichters der Orthodoxie ist leider nicht erhalten. In den orthodoxen Kirchen ist seine Verehrung seit der Zeit des Kaisers Herakleios (610-641) nachweisbar. Dem Synaxar, sowie indirekten Hinweisen aus seinen Hymnen kann man also entnehmen, daß Romanos im letzten Viertel des 5. Jahrhunderts, wohl um 485, in Emesa (heute Homs in Syrien) geboren und daß er, noch in seiner Jugend, in Berytos (heute Beirut, Libanon) zum Diakon geweiht wurde. Da in seiner Heimat neben dem Syrischen das Griechische weit verbreitet war, darf man annehmen, daß Romanos selbst ebenfalls zweisprachig aufgewachsen ist. er kam in der zeit des - die Monophysiten unterstützenden - Kaisers Anastasios I. (491-518) nach Konstantinopel, wo er sich (als Mönch?) in der Marien-Kirche in der Stiftung eines sonst nicht bekannten Patriziers Kyros niederließ; sie ist vielleicht mit dem späteren Kyriotissa-Kloster zu identifizieren, an dessen Stelle in Istanbul heute die Kalenderhane-Moschee steht.
Über die Angaben des Synaxars hinaus läßt sich zu Romanos’ Leben wenig in Erfahrung bringen: Als wahrscheinlich gilt, daß er - ausgenommen vielleicht eine Reise nach Thessalonike - sein weiteres Leben in der Reichshauptstadt verbrachte und daß er den Kaiser Justinian I. (527-565), den Neffen des Kaisers Justin I. (518-527), zu seinen Auftraggebern zählte, was beispielsweise im Hymnus "Auf jegliches Erdbeben und Feuer" deutlich wird, den Romanos anläßlich der Vollendung des Neubaues der Hagia Sophia (537) schuf. Schließlich darf man vermuten, daß Romanos vor Ende 562 starb, da der ‘offizielle’ Hymnus auf die zweite Einweihung der Sophienkirche am 24. Dezember 652 - nach einem teilweisen Kuppeleinsturz im Jahre 558 war eine Erneuerung notwendig geworden - von einem anderen Meloden verfaßt wurde.
Für das Wunder, das Romanos die Gabe der Dichtung, Komposition und Rezitation der Kontakia verlieh, lassen sich Vorbilder feststellen: Der alttestamentliche Prophet Ezechiel empfing seine Sehergabe in ähnlicher Form, der Evangelist Johannes berichtet in seiner Offenbarung über ein gleichartiges Wunder, und auch über den syrischen Kirchenvater Ephraim (ca. 300-373) gibt es einen solchen Bericht.
Das Wenige, was über die Biographie des Romanos bekannt ist, hat Spätere zu legendärer Erweiterung angeregt, ohne zum konkreten Wissen über seine Persönlichkeit beizutragen. Einen berührenden, volksnahen Text, der vor 1300 entstanden sein muß, enthält eine Handschrift auf dem Heiligen Berg Athos. Aus ihm seien Teile des Dialogs zwischen der Muttergottes und Romanos zitiert, die besonders ansprechend sind; der Dialog entspinnt sich in einer Nacht, die Romanos - verzweifelt über seine Unmusikalität, die ihm auch den Spott anderer Kleriker einbringt - im Gebet durchwacht. Da erscheint ihm Maria: Was hast du, Romanos, gesegnetes Kind, was betrübt sich? - Es ist wegen meiner Unmusikalität, Herrscherin, Herrin, weil ich von allen ausgelacht werde. - Und wenn ich dir eine helle Stimme schenke, was versprichst du mir? Wirst du Mönch? - Ja, meine Herrin, das ist ja mein Herzensbedürfnis! - Auch ich habe deine Seelenneigung erkennt, doch freilich, diese Gabe kann denen Schaden bringen, die nicht behutsam damit umgehen. Wenn du also die Gabe erhalten willst, so hüte das Geheimnis, keiner soll es erfahren! Gib all deinen Besitz den Armen und geh in meinen lieben Palast, ich meine das Abassos-Kloster, und werde Mönch! Und dann will ich kommen und dich heimsuchen." Maria hält dann auch ihr Versprechen und verleiht Romanos die Gabe, Hymnen zu verfassen.
Der Legende nach schuf Romanos Melodos tausend Hymnen. Tatsächlich sind in spätbyzantinischen Sammelhandschriften unter dem Namen des Romanos etwas neunzig Hymnen überliefert, von denen die Forschung heute etwas sechzig als echt anerkennt. Über ihre Entstehung im Einzelnen ist ebenso wenig bekannt wie über eine Datierung, die meist nicht konkreter sein kann, als der ungefähre zeitliche Rahmen, mit dem die Schaffenszeit des Romanos bemessen ist, also etwa die erste Hälfte und die Mitte des 6. Jahrhunderts.
In seiner der Koiné des 6. Jahrhunderts nahestehenden Sprache ist Romanos um Schlichtheit und Bildhaftigkeit bemüht. Seine Quellen bzw. Vorlagen sind das Alte und das Neue Testament, die Chrysostomus-Liturgie, Apokryphen, Märtyrer- und Heiligenviten, Ephraim der Syrer und griechische Kirchenväter, insbesondere Athanasios und Kyrillos von Alexandreia, Johannes Chrysostomos, Proklos von Konstantinopel, Basileios von Seleukia und die Kappadokier Basileios von Kaisareia, Gregor von Nazianz und Gregor von Nyssa. Dementsprechend ist auch seine Sprache durch das biblische und patristische Griechisch geprägt, wobei Semitismen erkennbar sind, welche mit seiner Herkunft aus dem syrischsprachigen Ambiente und seiner Kenntnis der syrischen Väter, insbes. Ephraims, erklärt werden.
Ausschnitt aus dem auch als Weihnachtsgeschenk empfehlenswerten, weil literarisch und theologisch vorbildlichen Buch:
Johannes Koder:
" Mit der Seele Augen sah er deines Lichtes Zeichen "
Romanos der Melode
Hymnen des orthodoxen Kirchenjahres
(Wien 1996)
19. Oktober (1.11.)
Hl.
J O H A N N E S
von
R I L A
Himmlischer Fürsprecher der BULGAREN
Mönchsvater des Balkans
Vorbild des Hl.JOHANNES von Kronstadt in Russland
Engl.:
Tropar, Icon
The
LIFE of the SAINT
| Fundament der
Umkehr, Erheller der Schrift, Trost der Gedanken, Geistlich wirkend im Gebet Du hast Dich mit Erfolg bemüht, Dein Leben nach dem Vorbild der Engel zu gestalten, stetig hast Du Dich Gott angenähert; Vater JOHANNES der du im Fasten und Gebet gewachsen bist, bete bei Christos Gott für unsere Seelen. |
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Geboren 876 kurze Zeit nach der Taufe Bulgariens
unter Fürst BORIS-MICHAEL wurde er zum überzeugten Christen. Vor der
Einbeziehung in die neue herschende Schicht flüchtete er in die Einöde des
RILA-Gebirges und ermahnte die Fürsten durch seine Askese zu Bescheidenheit und
Umkehr.
Er wurde zum leuchtenden Vorbild seines Volkes und zum Mönchsvater der ganzen
Balkanhalbinsel.
Bis in unser Jahrhundert behielt sein Vorbild die Leuchtkraft.
Der grosse Erneuerer des auch sozial engagierten orthodoxen Priestertums, der
Hl. JOHANNES von Kronstadt, erstrebte eine zeitgemässe Umsetzung der ewigen
Werte des Hl. Johannes von Rila.
In der Russischen Orthodoxen Kirche werden deshalb beide zusammen am 1. November
gefeiert.
Sein Kloster: Das RILA-Kloster,
Nationalheiligtum Bulgariens
* St. Andreas Bote:
*** ORTHODOXES GLAUBENSBUCH ***
