24. Mai 2015

Gedächtnis der 318 Hl. Väter des 1. + 2. Ökumenischen Konzils in Nicäa (325 + 381);
Hl. Simeon d. Stylite vom wunderbaren Berg,
Hl. Nikita d. Atyl. V. Perejaslavl,
Hl. Mönch Vincenz v. Lerins;

Hll. Apgl. Kiril und Methodi (n. a. Kalender)

Fest der bulgarischen Schrift, Bildung und der slawischen Literatur

 

7. Sonntag nach Ostern

 


Das Auferstehungstroparion (Ton 6):
 
Die Engelskräfte standen vor deinem ehrwürdigen Grabe, und die Wächter waren wie tot.
Maria stand am Grabe, suchend deinen makellosen Leib.
Gefangen hast du den Hades, ohne von ihm umstrickt zu werden.
Begegnet bist du der Jungfrau, das Leben spendend.
Der du erstanden bist von den Toten, o Herr, Ehre sei dir.

 


Das Kondakion (Ton 6): 

Mit der lebenschaffenden Hand die Toten alle aus den düsteren Tälern auferweckend,
hat der Lebenspender, Christus der Gott, die Auferstehung dem Menschengeschlecht gegeben:

Er ist fürwahr der Erlöser aller,
die Auferstehung
und das Leben,
und der Gott des Alls.

 

 

Apostellesung des Sonntags (Apg 20,16-18;28-36):

Paulus hatte sich entschlossen, an Ephesus vorbeizufahren, um in der Provinz Asien keine Zeit zu verlieren. Denn er hatte es eilig, weil er, wenn möglich, am Pfingstfest in Jerusalem sein wollte.

Von Milet aus schickte er jemand nach Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen.
Als sie bei ihm eingetroffen waren, sagte er: Ihr wisst, wie ich vom ersten Tag an, seit ich die Provinz Asien betreten habe, die ganze Zeit in eurer Mitte war.
Gebt Acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat.
Ich weiß: Nach meinem Weggang werden reißende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen. Und selbst aus eurer Mitte werden Männer auftreten, die mit ihren falschen Reden die Jünger auf ihre Seite ziehen. Seid also wachsam und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, unter Tränen jeden einzelnen zu ermahnen. Und jetzt vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das die Kraft hat, aufzubauen und das Erbe in der Gemeinschaft der Geheiligten zu verleihen.
Silber oder Gold oder Kleider habe ich von keinem verlangt; ihr wisst selbst, dass für meinen Unterhalt und den meiner Begleiter diese Hände hier gearbeitet haben. In allem habe ich euch gezeigt, dass man sich auf diese Weise abmühen und sich der Schwachen annehmen soll, in Erinnerung an die Worte Jesu, des Herrn, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen. Nach diesen Worten kniete er nieder und betete mit ihnen allen.

 

 

Evangelium des Sonntags (Joh 17,1-13):

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht.


Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt.
Das ist das ewige Leben: Dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den Du gesandt hast.
Ich habe Dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das Du mir aufgetragen hast.
Vater, verherrliche Du mich jetzt bei Dir mit der Herrlichkeit, die ich bei Dir hatte,
bevor die Welt war.
Ich habe Deinen Namen den Menschen offenbart, die Du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten Dir und Du hast sie mir gegeben, und sie haben an Deinem Wort festgehalten. Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was Du mir gegeben hast, von Dir ist. Denn die Worte, die Du mir gegeben hast, gab ich ihnen und sie haben sie angenommen. Sie haben wirklich erkannt, dass ich von Dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass Du mich gesandt hast.
Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören Dir.
Alles, was mein ist, ist Dein, und was Dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht.

Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und ich gehe zu Dir.
Heiliger Vater, bewahre sie in Deinem Namen, den Du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir.
Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in Deinem Namen, den Du mir gegeben hast.
Und ich habe sie behütet und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt.
Aber jetzt gehe ich zu Dir.

Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.

 

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Ehre sei Dir, o Herr, Ehre sei Dir! Δόξα σοι, Κύριε, δόξα σοι! Slavă Ţie, Doamne, slavă Ţie! 
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„In der Tat war das Leben für Paulus Christus und er sehnte sich danach zu sterben. Doch er hatte von Gott etwas viel größeres gelernt, als diese Sehnsucht nach Freiheit und nach der Zwiesprache mit Gott, Den er so verehrte und Dem er so innig diente. Er hatte erfahren, dass das Geben größere Freude macht als das Empfangen. Nachdem ihm so viel Großes und Heiliges geschenkt worden war, war er bereit weiter zu leben und zu geben und zu geben und zu geben." 
In der Apostelgeschichte haben wir heute gehört, dass sich der Apostel Paulus, als das Pfingstfest bevorstand, auf den Weg nach Jerusalem gemacht hat, um zu diesem Fest mit all denen zusammen zu sein, die einst an diesem Tag die Gaben des Heiligen Geistes empfangen hatten. Er war der einzige Apostel, der damals an diesem Abend nicht mit den anderen zusammen im Obergemach gewesen war. Der Herr jedoch hatte auch ihm die echte Bekehrung, die sein ganzes Herz, all sein Denken und sein gesamtes Lebens erfasste, geschenkt. Er beglückte ihn mit den Gaben des Heiligen Geistes als Antwort auf dessen völlige und äußerste Hingabe Ihm, Gott, Den er jedoch noch nicht kannte, Den er aber mit ganzem Herzen verehrte.

Auch wir nähern uns dem Pfingstfest. In der nächsten Woche bereits werden wir dieses Ereignis feiern. Paulus dachte auf seinem Weg nach Jerusalem daran, was mit ihm auf einer anderen Reise, auf der von Jerusalem nach Damaskus einst geschehen war, als auch ihm auf das Gebet des Ananius hin die Gaben des Heiligen Geistes geschenkt wurden. Auch wir sollten, jeder für sich, über all das Nachsinnen, was Gott uns geschenkt hat und auch wir sollten darüber reden. Er hat uns ins Sein berufen und uns Leben eingehaucht. Nicht nur Leben für unseren Leib, sondern auch Leben, das uns Gott verwandt sein lässt: Sein eigenes Leben. Er hat es uns gegeben, damit wir Ihn Selbst erkennen können, Ihn den Lebendigen Gott. Er hat es für uns möglich gemacht, dass wir im Evangelium und auf all unseren Lebenswegen Seinem Einziggeborenen Sohn begegnen können, unserem Herrn Jesus Christus. In der Taufe, in der Myronsalbung, in der Teilhabe am Leib und Blut Christi in der Kommunion, in Geheimnis des stillen Gebets und in all den Minuten, in denen Gott uns ganz nahe gekommen ist, obwohl wir in diesen Augenblicken gar nicht an Ihn gedacht hatten, hat Er uns so viel geschenkt.

Lasst uns die kommende Woche oder wenigstens einige Stunden in ihr über all das nachdenken, was uns gegeben worden ist und uns dabei gleichzeitig die Frage stellen: Können wir uns wirklich zu den Jüngern Christ zählen? Wir wissen vom Apostel Paulus, was es heißt, ein Jünger Christi zu sein. Paulus sagte, dass das Leben für Ihn Christus und der Tod für ihn ein Gewinn ist, denn solange er noch in seinem Leibe lebt, ist er getrennt von Christus, Den er liebt, Der für ihn alles im Leben geworden war, nicht nur im irdischen Leben, sondern auch für die Ewigkeit. Gleichzeitig jedoch meint Paulus auch, dass er bereit ist zu leben und nicht zu sterben, weil andere auf der Welt ihn brauchen. Dies war sein Maß des Seins mit Christo. Dies wird so wunderbar klar aus der Übereinstimmung eines kurzen Ausspruchs in der Apostelgeschichte mit einem anderen Vers im Evangelium. Sowohl der Herr Jesus Christus wie auch der Apostel sprechen davon, dass sie nun zum Vater zurückkehren, dass die Zeit des Aufbruchs zu Ihm nahe ist. Das Leben Paulus´ in Christus war soweit herangereift und so mit dem, was Christus ausmachte, gleich geworden, ja sogar noch mehr, er war dem, was Christus war und wer Er war, so gleich geworden, dass alles, was zu Christus gehörte, auch seins geworden war. In der Tat war das Leben für Paulus Christus und er sehnte sich danach zu sterben. Doch er hatte von Gott etwas viel größeres gelernt, als diese Sehnsucht nach Freiheit und nach der Zwiesprache mit Gott, Den er so verehrte und Dem er so innig diente. Er hatte erfahren, dass das Geben größere Freude macht als das Empfangen. Nachdem ihm so viel Großes und Heiliges geschenkt worden war, war er bereit weiter zu leben und zu geben und zu geben und zu geben.

Auch alle Heiligen haben das Wort Christi: Niemand hat größere Liebe, als der der sein Leben hingibt für seine Freunde, recht verstanden. Paulus, die anderen Apostel und eine Unmenge von Heiligen haben ihnen folgend ihr Leben hingegeben, haben es tagein tagaus aufgebraucht, sich selbst vergessend und jeglichen Gedanken und jeglichen Kummer um sich selbst beiseitegeschoben, damit sie einzig an die denken konnten, die sich nach Gott sehnten, die nach dem Wort der Wahrheit dürsteten, die Gottes Liebe bedurften. Sie lebten für andere, sie gaben so großzügig wie sie empfingen.

Auch wir sind berufen zu dieser Freude berufen, die jubelnd Leben spendet, berufen zu dieser wunderbaren Freude des Gebens, von sich selber abzusehen, um frei zu sein zum Schenken und zum Geben in sämtlichen Bereichen des Lebens, sei es kleinste Dinge oder große. Dieses kann uns nur die Kraft des Heiligen Geistes lehren, die uns mit Christus eins werden lässt, die uns mit Ihm zu einem Leib vereinigt, in einen Leib, in dem viele, viele Menschen in völliger Gemeinschaft miteinander verbunden sind, eins mit Gott, Der unser Einssein darstellt.

Lasst uns über all dies nachdenken, was wir von Gott erhalten haben und uns gleichzeitig die Frage stellen, was wir Ihm geben können, damit auch Er sich über uns freuen kann, dass Er gewiss sein kann, nicht umsonst gelebt zu haben und nicht umsonst gestorben zu sein. Gleichzeitig lasst uns auch darüber sinnen, was wir denen, die um uns sind, geben können, angefangen vom kleinsten und einfachsten Geschenk für einen Menschen an unserer Seite bis hin dazu, alles zu geben, alles, was wir können, denen, die es mehr bedürfen. Dann wird das Pfingstfest auch für uns wie ein wahres Fest sein, ein Fest des Lebens als Geschenk, ein Geschenk, welches uns alle eins werden lässt, eins in einem Leib, der es anderen auf der Erde ermöglicht das Himmelreich zu erblicken, der auch für diese dann glei

Lesungen und Wechseltexte des orthodoxen Kirchenjahres Foto.

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